Thema: Exilgebloggtes.
14. Mai 11 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
Freitag, 13.05.11, nachts.
Ankunft beim Wettkampf: 23.35 Uhr, somit den angenehmen und noch komplett nüchternen Teil des Abends inklusive Filmgucken verpasst.
Ich sitze unent- und halb ausgeschlossen am Rand einer improvisierten Tanzfläche, während der schlechte DJ schlechte Chartsmusik spielt und die anderen tanzen. Unter ihnen befindet sich auch meine Mitsanitäterin, die sich aufführt wie sonst nur mit geschätzten 2 Promille und mich gelegentlich halbherzig auffordert, mitzutanzen, was ich jedes Mal ablehne, bis sie anfängt, ganz allein den vor längerer Zeit mal im Sportunterricht gelernten Tanz, eine interessante Kreuzung aus Aerobic und Striptease ohne Klamottenwerfen, aufführt und dabei lacht wie eine Bekloppte. Kurz entschlossen stelle ich mich dazu und mache mit, erstens bin ich übermüdet, zweitens verzweifelt, drittens soll sie sich nicht alleine zum Deppen machen, viertens bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden und fünftes brauche ich meine gesamte Selbstkontrolle morgen, es ist also strategisch klug, sie nicht vorher schon aufzubrauchen.
Es schließen sich uns zwei andere aus unserem Team an, und als wir fertig getanzt haben, bemerke ich, dass er mich beobachtet, was er auch weiter tut, obwohl ich zurückstarre. Meine Mitsanitäterin zerrt mich weg, weil sie Fox mit mir tanzen möchte, ich lehne dankend und schon etwas aggressiv ab, was sie nur noch mehr zu motivieren scheint und schließlich fliehe ich zur "Bar", an der es nur Wasser, Cola, Fruchtsaftschorle und Kindercocktails gibt, sind ja auch jüngere Gruppen da.
Als ich mit dem Rücken zur Barmannfrau, deren/desse Geschlecht ich nicht auf Anhieb ausmachen konnte, die/der aber deswegen auch etwas faszinierendes hatte, lehnte und halbgelangweilt eine zweifelhafte blaue Flüssigkeit durch einen Strohhalm trank, versank ich halb in Deprimiertheit, bis schließlich, eine gefühlte halbe Stunde später, der Leiter des Ganzen ihn von vorhin vorbeizerrte, zusammen mit ein paar anderen Leuten, vermutlich dessen Gruppe. Ich konnte die Wortfetzen "Tankstelle", "Alkohol kaufen", "seid ihr völlig bescheuert?" aufschnappen und schloss daraus, dass sie den restlichen Abend wohl im Schlafraum verbringen müssten. Kurzentschlossen machte ich mich auf den Weg, musste sowieso meine Sachen hochbringen, traute mich aber nicht, mit ihnen zu reden. Er guckte wieder, und sein Gesicht kam mir sehr bekannte vor.
Der restliche Abend verlief uninteressant, spontane Schwankungen zwischen Präsens und Präteritum in den Texten sind natürlich beabsichtigt.
Ich sollte schlafen, morgen früh um 7 gehts los.
Samstag, morgens.
Kackkinder.Ja, ganz eindeutig. Aufstehen um halb sechs,weil die noch nicht strafmündige und hochgradig minderjährige Hälfte der Teilnehmer am Vorabend schon früh ins Bett gegangen ist und jetzt ausgeschlafen hat, im Gegensatz zu mir. Der Rest scheint relativ wach zu sein, ich beschließe, die Gunst der frühen Stunde zu nutzen und ins Bad zu gehen,so lange sich davor noch keine kilometerlange Schlange gebildet hat.
Als ich die Tür öffne, ertönt ein dumpfes "Aua!", und als ich mit einem "Tschuldigung" eintrat, sah ich in das Gesicht von ihm vom Vorabend, das vermutlich genauso übernächtigt aussah wie ich. Wortlos wendete er sich wieder dem Waschbecken zu, unter dem er sich die Haare wusch, während ich meine wieder im Spontandutt verpackte, und als er sich aufrichtete, überlegte ich,ihn freundlich darauf hinzuweisen, dass er in meiner Gegenwart ruhig öfter in Boxershorts, mit freiem Oberkörper und nassem Haar rumlaufen könnte, entschloss mich aber dagegen, bin ja eher zurückhaltend.
Beim Frühstück kurze Begegnung an der Kaffeekanne, dann nichts mehr. Vor Wettkampfsbeginn setze ich mich in ein bequemes Fenster, eigentlich, um nochmal durchzuatmen und zumindest die Theorie zu wiederholen/überhaupt mal zu lesen, entscheide mich aber dagegen und suche mir meinen Block und einen Kugelschreiber.
nachmittags
Die Hemmschwelle sinkt, die Stimmung steigt, und ich hätte nie gedacht, dass es mir so egal sein kann, dass ich mich zum Deppen mache, und so völlig egal, was andere davon denken.
Nun, offensichtlich funktioniert das, vielleicht ja auch Gruppendynamik, jedenfalls gehören spontanes Tanzen und improvisiertes Schauspiel zusammen mit dem Rufen seltsamer Namen in noch seltsameren Momenten schon zum Standardverhalten dazu. Meine Gruppe färbt auf mich ab, vielleicht verhalte ich mich ja gerade auch wie eine normale 16jährige. Als der Kreativteil beginnt, neue Gruppen gebildet werden und er fast in meine gekommen wäre, überlege ich immernoch,woher ich ihn kenne, und als er schließlich auf der Bühne steht und spricht,fällt es mir wieder ein. Ich überlege, mich zu freuen, eine erneute Chance erhalten zu haben, ihn eventuell doch mal anzusprechen, doch leider fällt mir noch im selben Moment auf, dass das technisch schwierig werden könnte, und ein, dass da gewisse Unterschiede bestehen und der nette Junge, der ein bisschen älter wirkt als ich, ein bisschen größer ist als ich und fast so "erwachsen" (Achtung,Vorwurf von anderen) wirkt wie ich, zusätzlich gut eineinhalb Jahre jünger ist als ich.
Sicher, Beziehung auf keinen Fall. Aber Ablenkung ist ja ganz gut, eigentlich..
Seine Gruppe gewinnt in einer anderen Kategorie, wir gewinnen auch, und mit viel Glück sehen wir uns dann beim nächsten Wettbewerb. Ich schreibe während der Siegerehrung, zusammengekauert an der Hauswand sitzend und eigentlich nur, um meine Gedanken festzuhalten. Vielleicht spreche ich ihn ja doch an, schaden kanns nicht. Wenigstens, um ihm zu erklären, wie idiotisch es ist, bei einem Leiter wie diesem zu versuchen, nachts zur Tanke zu gehen und sich Wodka kaufen zu wollen, wenn man noch nicht mal Bier trinken darf.
abends.
Ich bin wieder daheim. Ich habe Angst, meine Selbstsicherheit ist wieder verschwunden, entweder das schlechte Gefühl oder das Unterbewusstsein sagen mir, dass es ein bisschen desasterlike wird und ich komme mir in kurzem Rock und Strumpfhosen so fett vor wie schon lange nicht mehr, werde mich aber trotzdem damit in die Absteige trauen, weil die Jeans auch mal wieder gewaschen werden müssten.
Noch Nägel lackieren, dann ganz langsam schminken, um viertel neun gehts los, Fahrgemeinschaft, auf in den Kampf.
Ankunft beim Wettkampf: 23.35 Uhr, somit den angenehmen und noch komplett nüchternen Teil des Abends inklusive Filmgucken verpasst.
Ich sitze unent- und halb ausgeschlossen am Rand einer improvisierten Tanzfläche, während der schlechte DJ schlechte Chartsmusik spielt und die anderen tanzen. Unter ihnen befindet sich auch meine Mitsanitäterin, die sich aufführt wie sonst nur mit geschätzten 2 Promille und mich gelegentlich halbherzig auffordert, mitzutanzen, was ich jedes Mal ablehne, bis sie anfängt, ganz allein den vor längerer Zeit mal im Sportunterricht gelernten Tanz, eine interessante Kreuzung aus Aerobic und Striptease ohne Klamottenwerfen, aufführt und dabei lacht wie eine Bekloppte. Kurz entschlossen stelle ich mich dazu und mache mit, erstens bin ich übermüdet, zweitens verzweifelt, drittens soll sie sich nicht alleine zum Deppen machen, viertens bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden und fünftes brauche ich meine gesamte Selbstkontrolle morgen, es ist also strategisch klug, sie nicht vorher schon aufzubrauchen.
Es schließen sich uns zwei andere aus unserem Team an, und als wir fertig getanzt haben, bemerke ich, dass er mich beobachtet, was er auch weiter tut, obwohl ich zurückstarre. Meine Mitsanitäterin zerrt mich weg, weil sie Fox mit mir tanzen möchte, ich lehne dankend und schon etwas aggressiv ab, was sie nur noch mehr zu motivieren scheint und schließlich fliehe ich zur "Bar", an der es nur Wasser, Cola, Fruchtsaftschorle und Kindercocktails gibt, sind ja auch jüngere Gruppen da.
Als ich mit dem Rücken zur Barmannfrau, deren/desse Geschlecht ich nicht auf Anhieb ausmachen konnte, die/der aber deswegen auch etwas faszinierendes hatte, lehnte und halbgelangweilt eine zweifelhafte blaue Flüssigkeit durch einen Strohhalm trank, versank ich halb in Deprimiertheit, bis schließlich, eine gefühlte halbe Stunde später, der Leiter des Ganzen ihn von vorhin vorbeizerrte, zusammen mit ein paar anderen Leuten, vermutlich dessen Gruppe. Ich konnte die Wortfetzen "Tankstelle", "Alkohol kaufen", "seid ihr völlig bescheuert?" aufschnappen und schloss daraus, dass sie den restlichen Abend wohl im Schlafraum verbringen müssten. Kurzentschlossen machte ich mich auf den Weg, musste sowieso meine Sachen hochbringen, traute mich aber nicht, mit ihnen zu reden. Er guckte wieder, und sein Gesicht kam mir sehr bekannte vor.
Der restliche Abend verlief uninteressant, spontane Schwankungen zwischen Präsens und Präteritum in den Texten sind natürlich beabsichtigt.
Ich sollte schlafen, morgen früh um 7 gehts los.
Samstag, morgens.
Kackkinder.Ja, ganz eindeutig. Aufstehen um halb sechs,weil die noch nicht strafmündige und hochgradig minderjährige Hälfte der Teilnehmer am Vorabend schon früh ins Bett gegangen ist und jetzt ausgeschlafen hat, im Gegensatz zu mir. Der Rest scheint relativ wach zu sein, ich beschließe, die Gunst der frühen Stunde zu nutzen und ins Bad zu gehen,so lange sich davor noch keine kilometerlange Schlange gebildet hat.
Als ich die Tür öffne, ertönt ein dumpfes "Aua!", und als ich mit einem "Tschuldigung" eintrat, sah ich in das Gesicht von ihm vom Vorabend, das vermutlich genauso übernächtigt aussah wie ich. Wortlos wendete er sich wieder dem Waschbecken zu, unter dem er sich die Haare wusch, während ich meine wieder im Spontandutt verpackte, und als er sich aufrichtete, überlegte ich,ihn freundlich darauf hinzuweisen, dass er in meiner Gegenwart ruhig öfter in Boxershorts, mit freiem Oberkörper und nassem Haar rumlaufen könnte, entschloss mich aber dagegen, bin ja eher zurückhaltend.
Beim Frühstück kurze Begegnung an der Kaffeekanne, dann nichts mehr. Vor Wettkampfsbeginn setze ich mich in ein bequemes Fenster, eigentlich, um nochmal durchzuatmen und zumindest die Theorie zu wiederholen/überhaupt mal zu lesen, entscheide mich aber dagegen und suche mir meinen Block und einen Kugelschreiber.
nachmittags
Die Hemmschwelle sinkt, die Stimmung steigt, und ich hätte nie gedacht, dass es mir so egal sein kann, dass ich mich zum Deppen mache, und so völlig egal, was andere davon denken.
Nun, offensichtlich funktioniert das, vielleicht ja auch Gruppendynamik, jedenfalls gehören spontanes Tanzen und improvisiertes Schauspiel zusammen mit dem Rufen seltsamer Namen in noch seltsameren Momenten schon zum Standardverhalten dazu. Meine Gruppe färbt auf mich ab, vielleicht verhalte ich mich ja gerade auch wie eine normale 16jährige. Als der Kreativteil beginnt, neue Gruppen gebildet werden und er fast in meine gekommen wäre, überlege ich immernoch,woher ich ihn kenne, und als er schließlich auf der Bühne steht und spricht,fällt es mir wieder ein. Ich überlege, mich zu freuen, eine erneute Chance erhalten zu haben, ihn eventuell doch mal anzusprechen, doch leider fällt mir noch im selben Moment auf, dass das technisch schwierig werden könnte, und ein, dass da gewisse Unterschiede bestehen und der nette Junge, der ein bisschen älter wirkt als ich, ein bisschen größer ist als ich und fast so "erwachsen" (Achtung,Vorwurf von anderen) wirkt wie ich, zusätzlich gut eineinhalb Jahre jünger ist als ich.
Sicher, Beziehung auf keinen Fall. Aber Ablenkung ist ja ganz gut, eigentlich..
Seine Gruppe gewinnt in einer anderen Kategorie, wir gewinnen auch, und mit viel Glück sehen wir uns dann beim nächsten Wettbewerb. Ich schreibe während der Siegerehrung, zusammengekauert an der Hauswand sitzend und eigentlich nur, um meine Gedanken festzuhalten. Vielleicht spreche ich ihn ja doch an, schaden kanns nicht. Wenigstens, um ihm zu erklären, wie idiotisch es ist, bei einem Leiter wie diesem zu versuchen, nachts zur Tanke zu gehen und sich Wodka kaufen zu wollen, wenn man noch nicht mal Bier trinken darf.
abends.
Ich bin wieder daheim. Ich habe Angst, meine Selbstsicherheit ist wieder verschwunden, entweder das schlechte Gefühl oder das Unterbewusstsein sagen mir, dass es ein bisschen desasterlike wird und ich komme mir in kurzem Rock und Strumpfhosen so fett vor wie schon lange nicht mehr, werde mich aber trotzdem damit in die Absteige trauen, weil die Jeans auch mal wieder gewaschen werden müssten.
Noch Nägel lackieren, dann ganz langsam schminken, um viertel neun gehts los, Fahrgemeinschaft, auf in den Kampf.
Thema: Exilgebloggtes.
morgens.
Exilbloggen, again.
Schulcomputerraum, again
Das Gewichtsproblem, again.
Wenigstens hab ich ne gute Lateinabfrage hingelegt.
Soweit alles wieder beim alten,
aber in meinem Kopf läuft der Countdown, läuft und läuft und läuft, rote Digitalzahlanzeige und ein Piepen für jede Sekunde, lenken ab, aber nur vom objektiv wichtigen.
Vielleicht schicksalhaftes Wochenende, wahrscheinlich(er) einfach nur viel Stress. Von der Schule zur Fortbildung hetzen, danach sofort zum Wettkampf, Samstagabend nach Hause kommen, irgendwie zur Absteige fahren und mit sehr viel Glück dort die Freundschaft mit der alten Sache retten, am Sonntag um 7 Uhr morgens aufstehen, it's Fortbildungstime again, ab jetzt jedes Wochenende, mindestens zwei Tage, manchmal auch abends, Freizeit wird überbewertet.
Bald die Stresswoche, Schularbeit Englisch, Schularbeit Deutsch, Fortbildungsabschlussprüfung, danach Schularbeit Latein, danach "Aber du redest mindestens 30 Minuten, ok?"-Erdkundereferat, hab ja sonst nichts zu tun.
Zeiten ändern sich, Oberstufe, werde älter, und das alles, und so weiter. Alles Routine, sollte es zumindest sein, sollte es werden, ich gewöhne mich daran, aber nur theoretisch, heißt noch lange nicht, dass ich auch damit klarkomme.
Klarkommen. Ich.
Merkst du was?
Völlige Kontrolle übers Leben, über mich, über das alles. Undenkbar.
Ich kann kämpfen, versuchen, leiden, führen, lenken, lenkenlassen, aber nicht kontrollieren. Besonders nicht mich selbst.
Aus meinem Teilzeitwahn heraus habe ich beschlossen, es dieses Wochenende trotzdem zu tun, vor allem Samstagabend, und entgegen meiner normalen Neigungen ausnahmsweise mal etwas konsequent durchzuziehen, auch, wenn danach vermutlich mindestens zwei Tage Dauerdepression angesagt ist, weil ich überinterpretiere und/oder unterschätze.
Natürlich weiß ich nicht, was ich eigentlich tue, aber ich verlasse mich darauf, dass es mein Unterbewusstsein tut.
Und wenn selbst auf das kein Verlass mehr ist, ist die Welt endgültig absolut aus den Fugen geraten.
nachmittags.
Ich sollte mein Unterbewusstsein abschießen und am nächstbesten Baum als eine Mahnung aufhängen.
Viel zu weit entferntes, viel zu teueres Festival, und nicht der Feind aus den eigenen Reihen, sondern sie persönlich hatte ihn gefragt, ob er mit ihr hingehen möchte, Internet sei Dank weiß ich jetzt, dass er es tut.
Jetzt leide ich also mal wieder an akuter Verlustangst,leichter Panik und dann ist da noch ein ein mittlerer Weltuntergang im Entstehen, soviel zum Thema "Primär gehts mir erstmal nur um die Rettung unserer Freundschaft" oder so ähnlich. So viel zum Thema Selbstkontrolle.
Mein Gefühl sagt mir nichts gutes, ich denke, es ist das Unterbewusstsein, hoffe aber mal wieder, dass es vielleicht doch nur gewöhnliche Angst ist.
Ich will gerade mal wieder vor mich hin verzweifeln, Auslöser diese mittelkleine bis normalgroße Sache, ja, es tut weh, dabei ging es heute den ganzen Tag ziemlich gut, aber so, wie ich mich kenne, wird es wieder einmal alles überschatten, inklusive Wettkampf (die anderen werden es mir danken..), lernen (meine Noten werden es mir danken...), meinem Vater und im Endeffekt meinem ganzen Restleben.
Exilbloggen, again.
Schulcomputerraum, again
Das Gewichtsproblem, again.
Wenigstens hab ich ne gute Lateinabfrage hingelegt.
Soweit alles wieder beim alten,
aber in meinem Kopf läuft der Countdown, läuft und läuft und läuft, rote Digitalzahlanzeige und ein Piepen für jede Sekunde, lenken ab, aber nur vom objektiv wichtigen.
Vielleicht schicksalhaftes Wochenende, wahrscheinlich(er) einfach nur viel Stress. Von der Schule zur Fortbildung hetzen, danach sofort zum Wettkampf, Samstagabend nach Hause kommen, irgendwie zur Absteige fahren und mit sehr viel Glück dort die Freundschaft mit der alten Sache retten, am Sonntag um 7 Uhr morgens aufstehen, it's Fortbildungstime again, ab jetzt jedes Wochenende, mindestens zwei Tage, manchmal auch abends, Freizeit wird überbewertet.
Bald die Stresswoche, Schularbeit Englisch, Schularbeit Deutsch, Fortbildungsabschlussprüfung, danach Schularbeit Latein, danach "Aber du redest mindestens 30 Minuten, ok?"-Erdkundereferat, hab ja sonst nichts zu tun.
Zeiten ändern sich, Oberstufe, werde älter, und das alles, und so weiter. Alles Routine, sollte es zumindest sein, sollte es werden, ich gewöhne mich daran, aber nur theoretisch, heißt noch lange nicht, dass ich auch damit klarkomme.
Klarkommen. Ich.
Merkst du was?
Völlige Kontrolle übers Leben, über mich, über das alles. Undenkbar.
Ich kann kämpfen, versuchen, leiden, führen, lenken, lenkenlassen, aber nicht kontrollieren. Besonders nicht mich selbst.
Aus meinem Teilzeitwahn heraus habe ich beschlossen, es dieses Wochenende trotzdem zu tun, vor allem Samstagabend, und entgegen meiner normalen Neigungen ausnahmsweise mal etwas konsequent durchzuziehen, auch, wenn danach vermutlich mindestens zwei Tage Dauerdepression angesagt ist, weil ich überinterpretiere und/oder unterschätze.
Natürlich weiß ich nicht, was ich eigentlich tue, aber ich verlasse mich darauf, dass es mein Unterbewusstsein tut.
Und wenn selbst auf das kein Verlass mehr ist, ist die Welt endgültig absolut aus den Fugen geraten.
nachmittags.
Ich sollte mein Unterbewusstsein abschießen und am nächstbesten Baum als eine Mahnung aufhängen.
Viel zu weit entferntes, viel zu teueres Festival, und nicht der Feind aus den eigenen Reihen, sondern sie persönlich hatte ihn gefragt, ob er mit ihr hingehen möchte, Internet sei Dank weiß ich jetzt, dass er es tut.
Jetzt leide ich also mal wieder an akuter Verlustangst,leichter Panik und dann ist da noch ein ein mittlerer Weltuntergang im Entstehen, soviel zum Thema "Primär gehts mir erstmal nur um die Rettung unserer Freundschaft" oder so ähnlich. So viel zum Thema Selbstkontrolle.
Mein Gefühl sagt mir nichts gutes, ich denke, es ist das Unterbewusstsein, hoffe aber mal wieder, dass es vielleicht doch nur gewöhnliche Angst ist.
Ich will gerade mal wieder vor mich hin verzweifeln, Auslöser diese mittelkleine bis normalgroße Sache, ja, es tut weh, dabei ging es heute den ganzen Tag ziemlich gut, aber so, wie ich mich kenne, wird es wieder einmal alles überschatten, inklusive Wettkampf (die anderen werden es mir danken..), lernen (meine Noten werden es mir danken...), meinem Vater und im Endeffekt meinem ganzen Restleben.
Thema: Und wie ist es heute?
09. Mai 11 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
Ich werde einen Versuch starten.
Einen Rettungsversuch, und zwar genau einen einzigen, nicht mehr.
Ich werde versuchen, die Freundschaft zur alten Sache zu retten.
Genau genommen habe ich das schon seit ein paar Tagen vor und versuche auch schon so lange, (es) zu (be)schreiben; da mir aber die Fähigkeit, mich auszudrücken, inzwischen komplett abhanden gekommen zu sein scheint, blieb es bei diversen schlechten Versuchen,der letzte überlang und gerade von mir gelöscht, bevor er das Licht der virtuellen Welt erblicken konnte.
In der Zwischenzeit waren da ein paar schwache Momente, denn der Plan umfasst unter anderem das Entstauben und erneute Benutzen meiner Selbstsicherheit, die sich wohl irgendwo in der hintersten Schrankecke befindet und die ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, geschweige denn verwendet habe. Aber was tut man nicht alles,und am Ende geht es ja auch darum, mich zu...was eigentlich? retten, finden, verlieren, verstecken,umformen, entdecken,stützen? Passt alles nicht direkt.
Fest steht, die Unsicherheit und ich, wir kommen nicht weit, bei aller Akzeptanz, die ich ihr inzwischen entgegen bringe. Ich habe mir beigebracht, nicht gegen sie zu kämpfen, sondern sie als gegeben zu betrachten und anzunehmen, als Resultat daraus hatten noch mehr Leute das Bedürfnis,ihren Frust an mir auszulassen, wenngleich viel weniger klassisches "Mobbing" dabei war als sonst. Trotzdem, Fakt ist: Hat nicht funktioniert.
Also suche ich die Selbstsicherheit, frage dieses Wochenende die alte Sache nicht , ob er auch in die Absteige geht, man wird sich dort schon sehen.
Werde mich trauen, mit ihm zu schreiben, sobald mir geeignete Themen einfallen, und werde versuchen, in der Absteige ein Gespräch zu führen oder zumindest das ganze wieder auf ein besseres Niveau zu ziehen.
Und wenn es nicht klappt,dann leide ich.
Ist auch jetzt der Fall vermutlich, aber dann eben berechtigt(er?), und einen zweiten Versuch wird es nicht geben. Ein Versuch, das, was noch nicht irgendwo zwischen Oberflächlichkeit und Routine verendet ist, zu retten, ein zeitlich begrenzter, der sich sicher nicht wiederholen wird.
Sicher wäre das alles für mich wesentlich leichter, we Freundschaft das einzige wäre, was von meiner Seite aus..da ist, wenn er ein Stückchen mehr egal wäre; ist er aber nicht, wäre wohl auch einfacher oder anders, wenn da was von Gegenseitigkeit bezüglich des emotionalen Etwas wäre, ist aber nicht der Fall, und zur Feier des Tages arbeite ich ab jetzt in und mit der Realität.
Einen Rettungsversuch, und zwar genau einen einzigen, nicht mehr.
Ich werde versuchen, die Freundschaft zur alten Sache zu retten.
Genau genommen habe ich das schon seit ein paar Tagen vor und versuche auch schon so lange, (es) zu (be)schreiben; da mir aber die Fähigkeit, mich auszudrücken, inzwischen komplett abhanden gekommen zu sein scheint, blieb es bei diversen schlechten Versuchen,der letzte überlang und gerade von mir gelöscht, bevor er das Licht der virtuellen Welt erblicken konnte.
In der Zwischenzeit waren da ein paar schwache Momente, denn der Plan umfasst unter anderem das Entstauben und erneute Benutzen meiner Selbstsicherheit, die sich wohl irgendwo in der hintersten Schrankecke befindet und die ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, geschweige denn verwendet habe. Aber was tut man nicht alles,und am Ende geht es ja auch darum, mich zu...was eigentlich? retten, finden, verlieren, verstecken,umformen, entdecken,stützen? Passt alles nicht direkt.
Fest steht, die Unsicherheit und ich, wir kommen nicht weit, bei aller Akzeptanz, die ich ihr inzwischen entgegen bringe. Ich habe mir beigebracht, nicht gegen sie zu kämpfen, sondern sie als gegeben zu betrachten und anzunehmen, als Resultat daraus hatten noch mehr Leute das Bedürfnis,ihren Frust an mir auszulassen, wenngleich viel weniger klassisches "Mobbing" dabei war als sonst. Trotzdem, Fakt ist: Hat nicht funktioniert.
Also suche ich die Selbstsicherheit, frage dieses Wochenende die alte Sache nicht , ob er auch in die Absteige geht, man wird sich dort schon sehen.
Werde mich trauen, mit ihm zu schreiben, sobald mir geeignete Themen einfallen, und werde versuchen, in der Absteige ein Gespräch zu führen oder zumindest das ganze wieder auf ein besseres Niveau zu ziehen.
Und wenn es nicht klappt,dann leide ich.
Ist auch jetzt der Fall vermutlich, aber dann eben berechtigt(er?), und einen zweiten Versuch wird es nicht geben. Ein Versuch, das, was noch nicht irgendwo zwischen Oberflächlichkeit und Routine verendet ist, zu retten, ein zeitlich begrenzter, der sich sicher nicht wiederholen wird.
Sicher wäre das alles für mich wesentlich leichter, we Freundschaft das einzige wäre, was von meiner Seite aus..da ist, wenn er ein Stückchen mehr egal wäre; ist er aber nicht, wäre wohl auch einfacher oder anders, wenn da was von Gegenseitigkeit bezüglich des emotionalen Etwas wäre, ist aber nicht der Fall, und zur Feier des Tages arbeite ich ab jetzt in und mit der Realität.
Thema: Und wie ist es heute?
07. Mai 11 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
Irgendwo zwischen Überinterpretieren und böser Vorahnung oder langsamem Wahrnehmen der Realität , und ich weiß nicht, was davon jetzt das Richtige ist, nur, was ich gerne als das Richtige hätte. (Meine Ausdrucksfähigkeiten lassen auch immer mehr nach..)
Klar hab ich die Situation und mich nicht unter Kontrolle und ein gewisses Maß an Scheiße gehört anscheinend dazu, sobald sich bei mir auf zwischenmenschlicher Ebene irgendwas tut, aber langsam wirds doch schon absurd, welcher Idiot von Regisseur hat sich den Mist eigentlich ausgedacht? Auf natürlichem Wege kann sowas doch gar nicht entstehen.
Spontan habe ich festgestellt, dass die alte Sache anscheinend sehr wohl fähig ist, mit anderen Menschen zu schreiben, und zwar von sich aus und regelmäßig, nur irgendwie ja leider nicht mit mir, also sitze ich da und warte auf ein Lebenszeichen (selbst anschreiben nur in Ausnahmefällen, frau will ja nicht aufdringlich wirken und zudem weiß ich immer nie, was ich schreiben soll, um ein Gespräch zu Stande zu bringen und, schwieriger,am laufen zu halten), während eine freundlich-aufmerksame und selbst für Normalsterbliche ziemlich lange Facebookdiskussion o.Ä. die nächste genau so jagt, wie es Eifersucht(?) mit meinem letzten bisschen Verstand tut.
Ich nenne es Eifersucht, weiß nicht, ob es das ist. Hauptsächlich mal wieder Verlustangst, aber wieso Verlustangst, wenn da nichts reales ist, was man verlieren könnte?
Verlustangst und Unsicherheit, und zu ihr gesellt sich ein "Feind" fast aus den eigenen Reihen; schon doof, wenn eine der Personen, die einen wirklich freundschaftlich sympathisch finden, sich spontan dazu entschließt, den Mann, den man etwas mehr als sympathisch findet, ebenfalls etwas mehr als sympathisch zu finden und noch dazu mal wieder viel selbstbewusster, anderswitzig, offener und flirtfähiger ist als man selbst...weniger empfindlich, und deshalb weniger Angst hat vor Zurückweisung, davor, verletzt zu werden(?) .
Die ganze Sache wächst mir so wahnsinnig weit über den Kopf, jeden Tag hunderttausend Kilometer mehr, dabei gibt es so viel anderes, was mich ernsthaft bedrohen will,und so sitzen Papa Mayhem und ein Berg an wichtigen Prüfungen beide ratlos hier rum,weil sie es beide nicht schaffen, genug Raum einzunehmen, um bedrohlich oder belastend zu wirken.
Würde es ihm wohl manchmal gern sagen.
Wir verfallen in Routinefreundschaft, lediglich in unserer besonderen, kommunikationsarmen Variante, so, wie es sich zu entwickeln scheint, würde es auch egal sein, ob ich es mal wieder kaputt mache. Unter anderem Unsicherheit sorgt dafür, dass ich es nicht tue; traue mich schlicht nicht, aber ich kenne meine Angewohnheit, in den aussichtslosesten und seltsamsten Momenten über mich hinaus zu wachsen und mit zitternden Knien der Angst in die Fresse zu schlagen, in sofern ist auf die Unsicherheit hier nicht ausreichend Verlass.
Was mich auch ruhig stellt ist die Angst, endgültig zu verlieren und die Hoffnung, dass es sich wieder einrenkt und doch noch wird. Zusammen mit der Unsicherheit stellt das erstens einen großen Teil meiner Persönlichkeit da,übrigens einen der wenigen, die alles überdauert haben, zweitens ist es der unsichtbare Knebel, der mich vom Reden abhält.
Ich glaube inzwischen manchmal doch, dass der Mensch nur begrenzt leidensfähig ist. Aber was macht man eigentlich, wenn nichts mehr geht?
Versteinern und gelähmt beobachten. Denn das Einzige, was nicht mehr geht, ist leider man selbst.. für den Rest der Welt völlig belanglos.
" But words can tear a world apart.."
(Thoughts Paint The Sky, mal wieder. Wir sind schon meilenweit übers Muff Potter - Stadium hinaus)
So weit waren wir schon, als wir zum ersten Mal länger miteinander geredet haben; spätestens aber dann,als sie zum regelmäßigen Gast in seinen Aussagen wurde. Jetzt sitzt sie da eben nicht mehr allein, sondern hat sich noch Unterstützung mitgebracht. Ergibt zusammen mit dem Rest was ziemlich Unerträgliches, weißt du?
Klar hab ich die Situation und mich nicht unter Kontrolle und ein gewisses Maß an Scheiße gehört anscheinend dazu, sobald sich bei mir auf zwischenmenschlicher Ebene irgendwas tut, aber langsam wirds doch schon absurd, welcher Idiot von Regisseur hat sich den Mist eigentlich ausgedacht? Auf natürlichem Wege kann sowas doch gar nicht entstehen.
Spontan habe ich festgestellt, dass die alte Sache anscheinend sehr wohl fähig ist, mit anderen Menschen zu schreiben, und zwar von sich aus und regelmäßig, nur irgendwie ja leider nicht mit mir, also sitze ich da und warte auf ein Lebenszeichen (selbst anschreiben nur in Ausnahmefällen, frau will ja nicht aufdringlich wirken und zudem weiß ich immer nie, was ich schreiben soll, um ein Gespräch zu Stande zu bringen und, schwieriger,am laufen zu halten), während eine freundlich-aufmerksame und selbst für Normalsterbliche ziemlich lange Facebookdiskussion o.Ä. die nächste genau so jagt, wie es Eifersucht(?) mit meinem letzten bisschen Verstand tut.
Ich nenne es Eifersucht, weiß nicht, ob es das ist. Hauptsächlich mal wieder Verlustangst, aber wieso Verlustangst, wenn da nichts reales ist, was man verlieren könnte?
Verlustangst und Unsicherheit, und zu ihr gesellt sich ein "Feind" fast aus den eigenen Reihen; schon doof, wenn eine der Personen, die einen wirklich freundschaftlich sympathisch finden, sich spontan dazu entschließt, den Mann, den man etwas mehr als sympathisch findet, ebenfalls etwas mehr als sympathisch zu finden und noch dazu mal wieder viel selbstbewusster, anderswitzig, offener und flirtfähiger ist als man selbst...weniger empfindlich, und deshalb weniger Angst hat vor Zurückweisung, davor, verletzt zu werden(?) .
Die ganze Sache wächst mir so wahnsinnig weit über den Kopf, jeden Tag hunderttausend Kilometer mehr, dabei gibt es so viel anderes, was mich ernsthaft bedrohen will,und so sitzen Papa Mayhem und ein Berg an wichtigen Prüfungen beide ratlos hier rum,weil sie es beide nicht schaffen, genug Raum einzunehmen, um bedrohlich oder belastend zu wirken.
Würde es ihm wohl manchmal gern sagen.
Wir verfallen in Routinefreundschaft, lediglich in unserer besonderen, kommunikationsarmen Variante, so, wie es sich zu entwickeln scheint, würde es auch egal sein, ob ich es mal wieder kaputt mache. Unter anderem Unsicherheit sorgt dafür, dass ich es nicht tue; traue mich schlicht nicht, aber ich kenne meine Angewohnheit, in den aussichtslosesten und seltsamsten Momenten über mich hinaus zu wachsen und mit zitternden Knien der Angst in die Fresse zu schlagen, in sofern ist auf die Unsicherheit hier nicht ausreichend Verlass.
Was mich auch ruhig stellt ist die Angst, endgültig zu verlieren und die Hoffnung, dass es sich wieder einrenkt und doch noch wird. Zusammen mit der Unsicherheit stellt das erstens einen großen Teil meiner Persönlichkeit da,übrigens einen der wenigen, die alles überdauert haben, zweitens ist es der unsichtbare Knebel, der mich vom Reden abhält.
Ich glaube inzwischen manchmal doch, dass der Mensch nur begrenzt leidensfähig ist. Aber was macht man eigentlich, wenn nichts mehr geht?
Versteinern und gelähmt beobachten. Denn das Einzige, was nicht mehr geht, ist leider man selbst.. für den Rest der Welt völlig belanglos.
" But words can tear a world apart.."
(Thoughts Paint The Sky, mal wieder. Wir sind schon meilenweit übers Muff Potter - Stadium hinaus)
So weit waren wir schon, als wir zum ersten Mal länger miteinander geredet haben; spätestens aber dann,als sie zum regelmäßigen Gast in seinen Aussagen wurde. Jetzt sitzt sie da eben nicht mehr allein, sondern hat sich noch Unterstützung mitgebracht. Ergibt zusammen mit dem Rest was ziemlich Unerträgliches, weißt du?
