Samstag, 16. April 2011

Sky And Sand - Paul & Fritz Kalkbrenner - MyVideo
Eigentlich hast du Recht,mein dummes Hirn sagt aber immer, dass doch irgendwie alles gut werden muss und darum hoffe ich mich in Grund und Boden, mach mich zeitweise kaputt damit und auch,wenn eigentlich technisch gesehen alles verloren ist,kämpfe ich immernoch weiter, gegen die riesigsten Kolosse und die seltsamsten Kleinigkeiten, gegen mich und mit mir selbst und mein Adjutant bin ich, gegen andere, gegen nichts und für alles und umgedreht, weil es doch schließlich nicht einfach so sein kann,nicht einfach so enden kann, nicht darf,nicht soll.

Und so hoffe ich mich in Grund und Boden, wegen mir und wegen ihm, wegen Aktuellem und längst Vergangenen,hoffe insgeheim weiter und kämpfe auch mal ganz öffentlich und ohne Rücksicht zu nehmen, weder auf mich, noch auf andere.

Und so kämpfe ich weiter, auch,wenn ich doch schon längst verloren habe, stets mit dem Gedanken, dass es einfach nicht so sein kann, und wären wir auf einem Schlachtfeld,würde der Gegner mich entweder auslachen, weil ich immer wieder aufstehe, oder mit schreckensgeweiteten Augen vor mir wegrennen.
Prädikat unkaputtbar.

So soll es wohl sein, bis ich aufhöre, zu hoffen oder sogar bis ich aufhöre zu atmen.
So lange werden sich Hoffnung und Enttäuschung die Klinke in die Hand geben und mit ihnen die endlosen Fragen und das Gefühl des Versagens.
Doch das Hoffen gehört zu mir wie meine ganze Restperson, gehört zu mir wie meine Geschichte und spielt eine der Hauptrollen in ihr.

Und so lebe ich hier weiter, in dem ewigen Kreislauf aus Hoffen,Enttäuschung, Errungenschaften, Kämpfen und Versagen, und hoffe auf das Beste, was eben passieren kann oder auch nicht, und wenn meine vermutliche Naivität mal wieder von der Realität zu Boden geworfen wurde, hebe ich sie wieder auf und hoffe weiter, und wenn es mal wieder nicht nur die Naivität, sondern gleich komplett mich zu Boden geworfen hat, hebe ich eben mich komplett wieder auf und mache weiter, auch, wenn es sich niemals lohnen sollte.




Freitag, 15. April 2011

Tonight it's something more..



Ich fange diesen Brief, der eigentlich gar kein Brief ist, und den du nie lesen wirst, weil er nur einer der Einträge in meinem Blog, dessen Link du nicht hast und auch nie bekommen wirst, gerade zum vierten Mal an und weiß immernoch nicht, wie ich dir eigentlich schreiben soll, weiß nicht, was ich sagen soll.
Ich möchte dir so viel sagen, manchmal, und habe doch jetzt schon jedes Mal Angst, zu viel zu sagen, wenn wir miteinander schreiben. Unregelmäßig, stockend und am anfang very smalltalk, und wenn ich diejenige war, die sich gemeldet hat, bleibt es auch eher auf diesem Niveau oder erlebt ein Rückwärtswachstum, und so hoffe ich meistens darauf, dass du schreibst,denn dann schaffen wir irgendwie den Schritt ins Tiefergehende, schaffe ich den Schritt in normale Konversation und schreibe Monsterabsätze, während du in eineinhalb Zeilen antwortest und auf meine unsicheren Nachfragen, ob ich zu viel oder etwas falsches geschrieben habe, nach frühestens zweiunddreißig Ewigkeiten antwortest, dass alles in Ordnung ist.
Einmal hast du gesagt, du fändest das Gespräch angenehm, und am Anfang hast du gesagt, dass du bis jetzt erst mit sehr wenigen Menschen so tiefgründige Gespräche geführt hast.
Motiviert dadurch habe ich mich heute gemeldet, nachdem du vorgestern gesagt hast, man könne ja gestern nochmal schreiben, und nach 10 Minuten Stille, einer verunsicherten Anmerkung meinerseits, weiteren 10 Minuten Stille, dann endlich dem Hinweis, du müsstest für deine Arbeit noch einen Entwurf durchrechnen, habe ich gesagt, ich lass dich besser in Ruhe. Du meintest, in Ruhe lassen würde sich blöd anhören, und das du es gerne umformulieren würdest.
Schließlich der Vorschlag, wann anders zu wieder zu schreiben.
Daran sieht man es ganz gut, dieses vage.
Ich weiß nicht, ob ich damit angefangen habe oder du, einer von uns hat sich da dem anderen angepasst und so stehe ich unter Dauerspannung, die sich in akuter Hirnlosigkeit bei geichzeitig zumindest manchmal noch glasklar funktionierenden Verstand entlädt, wenn wir mal miteinander schreiben oder gar reden.
Weißt du, ich würde dir gerne alles sagen.
Gestern war so ein Moment, in dem ich mir dachte, scheiß drauf, ich sage dir jetzt alles oder frag dich nach einer Verabredung zu zweit , und selbst wenn du nein sagst, wenigstens hast du dann eine grobe Ahnung, woran du bei mir bist. Allerdings befanden wir uns nicht in einer Zweierunterhaltung, sondern in einem "Gruppenchat" und meine Mitgitarristin hat sich leider im falschen Moment eingeklinkt und so löste sich mein Verzweiflungsmut in Luft auf und sollte auch die komplette stockend-smalltalkhafte Unterhaltung so verbleiben.
Ich würde dir gerne sagen, was so gegfühsmäßig bei mir abgeht wegen dir.
Wie wichtig du mir anscheinend bist,so viel wichtiger, als ich das immer wollte, genau so wichtig, wie ich es fürchtete.
Da ist aber auch noch Freundschaft, eventuell.
Vielleicht sind wir befreundet oder es entsteht gerade eine Freundschaft, jedenfalls gibt es Momente, in denen wir weit entfernt sind vom Oberflächlichen und vom Normalen, und um dieser Momente willen halte ich meinen Mund und sage nichts.
Sage nicht, dass ich immer, wenn du Ratschläge möchtest wegen ihr, am liebsten aufhören würde, zu existieren.
Sage nicht, dass ich jedem anderen Kerl mit dermaßen blöder Onlineausdrucksweise (Ist Ausdrucksweise eventuell übertrieben? Bei deiner "Gesprächigkeit"...) schon längst gepflegt eine gescheuert hätte.
Sage nicht, dass ich mir von Anfang an gedacht habe, dass du kein Katzenfan bist und ich aus Rücksicht das Berichten von meinem Katerchen, das gerade als zusammengerollter Fellball neben mir liegt, auf ein Minimum reduziert habe.
Sage nicht, wie es wirklich mit meinem Vater aussieht, aus Angst, du könntest verschreckt werden.
Nehme Rücksicht auf deine ganzen scheiß Beziehungstraumata.
Hör mir sogar freiwillig Irish Folk für dich an, was mein Hirn vermutlich so weit ausgeschalten hat, dass mir die Musik inzwischen gar nicht mehr so schlecht vorkommt.
Vielleicht bin ich zu nett, ruhig, wasweißich. Normalerweise verschrecken dich laute und selbstbewusste Frauen, bei ihr machst du anscheinend eine Ausnahme, vielleicht, weil sie das genaue Gegenteil von deiner Ex ist..mit der ich wohl mehr gemeinsam habe,als ich dachte.
Nicht zu viel, optisch rein gar nichts, aber sonst einige Parallelen vorhanden und ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Eventuell ist das ja auch egal.
Eventuell aber auch ein Grund.

Du bist in meinen Gedanken und sogar in meinem Herz viel fester eingebunden als in meinem realen Leben,und ich würde das gerne ändern.
Alle "es könnte ja"s und "es sollte doch"s haben sich zu einer riesigen Masse zusammengeschlossen und marschieren gen Freiheit, aber ich werde keins davon aufschreiben.
Nur eines möchte ich dir noch sagen:
Ich hätte dich gerne bei mir, wenn es schon nicht so sein soll, fände ich zumindest die Freundschaft, deren Entstehung sich ansatzweise abzeichnet, ganz schön.
Vermutlich zeitweise Herzsuizid als akute Folge daraus, aber wer braucht das Ding schon.
Und wenn mal wieder die Welt untergeht, weiß ich wenigstens, wofür...
Maybe it's meant to be like that.
Aber vielleicht ist das Schicksal auch nur ein verfickter Sadist, der Freude daran hat, mich Leiden zu sehen.




Montag, 11. April 2011

Wunderschönes.


Es schreit ja fast nach einem weiteren "was es ist", nach einem erneuten "Herz". Ein Weltuntergang mit Schreien in der Lautstärke eines Raketenstarts mit anschließender Explosion oder einem Presslufthammerkonzert.
Übertönt das "warum eigentlich immer ich" und die Geräusche, die mein Herz von sich gibt, während es röchelnd und spuckend seinen kompletten Inhalt und sich selbst auskotzt, ist aber leider nicht laut genug, um meinen Verstand komplett ruhig zu stellen.
Ja verdammt, vermutlich sollte ich dankbar sein, dankbar für gelegentliche tiefgehende Gespräche wie das letzte und dieses, das nicht mehr ganz so tief geht und stockender abläuft, stotternder, und wieder rede, nein, schreibe streckenweise nur ich..aber er hat gesagt, eigentlich ist das Gespräch ganz angenehm und ich hab ihn dazu gebracht, mal wieder die Gitarre in die Hand zu nehmen.
Für ihn ist Gitarrespielen teilweise das, was Schreiben für mich ist, und so habe ich wenigstens eine gute Tat vollbracht indem ich sein Hirn vor der Explosion bewahrt habe.
Leider ist es nicht einfach so überfüllt, sondern vor lauter positiv-verknallter Gefühle, die er ihr entgegen bringt, und so hat er mich dazu gebracht, wieder die Musik für depressive Stunden rauszuholen. Als hätte ich das nicht sowieso schon getan.
Sicher, ich sollte dankbar sein, dass es diese zu seltenen Momente gibt, dass er zwar nicht richtig in meinem Leben ist, aber auch nicht ganz weg, ich sollte dankbar sein, dass wir manchmal miteinander reden, jetzt, sollte dankbar dafür sein, dass er mir anscheinend ein Stückchen weit vertraut, dass er mir ansatzweise erzählt, was in seinem Gehirn abläuft und was er fühlt, sollte mich freuen und sollte es toll finden, sollte es schön finden.
Aber verdammt DAS IST ES NICHT.
Alles, was ich schreiben könnte nur eine verzerrte Fratze,tausendmal gehört, tausendmal geschrieben..tausendmal erlebt,tausendmal gefühlt, jedes mal gesagt, es ist das letzte Mal, nie wieder. Nie wieder tu ich es mir an, nie wieder werde ich so enden.
Diesmal ist es anders, denn diesmal ist es nicht irgendwer, diesmal ist es auch nicht das 6Jahresproblem, diesmal ist es er.
Tausend Sätze in meinem Gehirn, die sich rausquetschen wollen aufs virtuelle Papier, tausend Sätze, die tausendmal gesagt wurden,nach hunderten Überschreitungen der Belastunsgrenze und unzähligen "Ich kann das nicht mehr"s schon wieder sowas, nicht das selbe, aber ähnlich, gleichzeitig ganz anders und ich fühle mich so leer.
Leere, diesmal keine überfüllte. Klar geformte Leere,Trauer darin, klar erkennbar, und irgendwie tut es ja doch weh.
Cause everything just falls apart...
Ich will nicht sagen, ich kann das nicht mehr.
Ich will nicht sagen, dass es wehtut, ich will nichts sagen von den tausend Dingen in meinem Kopf..
Vielleicht will ich es auch ein Stück nicht wahrhaben.
Schwachsinn, ich will es definitiv nicht wahrhaben, und darum wird der resultierende Schmerz am Ende nur umso größer sein, besonders, weil es kein Ende gibt.
Ich will sagen, ich will die gute Fee, die alle Wünsche erfüllt, und vor allem will ich sagen, ich will, dass wenigstens das gut wird. Nichtmal dass alles gut wird, nur das jetzt.
Ich will so viel sagen und die unvermeidliche Hirnexplosion ist nicht einmal erfühlbar, und mein Herz kotzt inzwischen Blut.




Samstag, 9. April 2011
Weißt du, ich war nie ein Kind von der Sorte, die unsichtbare Freunde hat; ich hatte ja meistens nicht mal reale, und so gingen die Kindergärtnerinnen davon aus, dass ich nicht sonderlich kreativ, entwickelt oder begabt war und zudem irgendwie seltsam. Ganz am Anfang hatte ich eine gute Freundin, wohl die beste überhaupt, sie hieß Ranja und hatte somit einen Namen, der meinem sehr ähnlich war.
Laut meiner Mutter war ich die einzige, die verstand, was das Mädchen erzählte, weil ich es irgendwie geschafft hattte, zu verstehen, was sie sagen wollte, auch ohne die Sprachkenntnisse, die dafür eigentlich vonnöten gewesen wären, denn ihre Eltern sind Griechen und die Deutschkenntnisse der Familie waren wohl sehr beschränkt. Sie betrieben eine kleine Wirtschaft, und immer, wenn wir da waren, durfte ich in die Küche und aus einer Keks- und Plätzchenkiste etwas herausnehmen und meine Eltern bekamen einen Schnaps umsonst.
Dann sind sie umgezogen, und seitdem hatte die Wirtschaft irgendwie kein Glück, kein Besitzer konnte sich länger als ein Jahr halten, einer hat angeblich Selbstmord begangen.
Angeblich wohnt sie jetzt mit ihren Eltern in einer Stadt, die ca. 60km entfernt ist, keine unendlich weite Entfernung, allerdings habe ich erst zehn Jahre nach ihrem Umzug erfahren, dass sie dort ist. Den Nachnamen kenne ich nicht mehr, und so kam bei der Suche in diversen sozialen Netzwerken kein nutzbares Ergebnis heraus und eine erneute Kontaktaufnahme scheiterte.
Sicher, mit großer Wahrscheinlichkeit erinnert sie sich nicht mehr an mich, davon abgesehen, was hätte ich schreiben sollen. "Hallo, wir waren vor vierzehn Jahren allerbeste Freunde, im Kindergarten, bis du umgezogen bist"?
Kennt mich doch gar nicht mehr, und die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt haben, ist..groß.


Als Ranja umgezogen ist, war ich in einer on/off-Freundschaft mit einem Mädchen, dessen Mutter von den Philippinen kommt. Wir waren an einem Tag beste Freunde und am nächsten total zerstritten, dann auf einmal wieder gute Freunde, weil sie eins von den coolen Kindergartenkindern war und ich eben nicht, und während sie in der Malecke immer sagten, sie würden mich in den Kamin stopfen und verbrennen und mich irgendwie alle scheiße fanden, war es das selbe Gefühl, das es ungefähr acht Jahre später war, wenn alle in ihrer ach so tollen Gesprächsrunde standen und ich mich am Rand mit dazuquetschte, um so zu wirken, als ob ich dazu gehörte, damit keiner der sich manifestierenden Upper Class auf die Idee kam, sein mangelndes Selbstwertgefühl mal wieder ausgleichen zu müssen, indem er mich runterputzte.
Meine Mutter fand die on/off-Freundschaft bestenfalls seltsam, meistens hab ich eine Strafpredigt bekommen, weil ich mich so behandeln ließ, und sehr oft hat sie mich darauf hingewiesen, wie dünn und zart und elfenhaft das philippinische Mädchen doch im Gegensatz zu mir ist und damals war das wirklich so, selbst die allerkleinsten Größen waren noch ein Stückchen zu groß für sie.
Wir haben uns nach ein paar Jahren endgültig auseinander gelebt und schließlich aus den Augen verloren, und als ich sie jetzt, nach geschätzten 12 Jahren, in einem sozialen Netzwerk wiederfand, stellte ich fest, dass sie inzwischen in die Kategorie "mollig/einige Kilos zu viel" fällt, und das sie nicht mehr daheim/hier im Ort wohnt. Ich habe ihre Familie eigentlich als eine glückliche eingeschätzt, manchmal durfte ich zu ihr nach Hause, einmal haben wir Videokassetten angeschaut, Das letzte Einhorn und Die Schwanenkönigin oder wie es hieß, und ich weiß noch, wie wir uns gestritten haben, weil sie steif und fest behauptete, es hieße "die Schwabenkönigin" und ich meinte, das gäbe doch gar keinen Sinn.
Als ihre Mutter vor Kurzem ins Geschäft kam, hätte ich sie fast nicht wiedererkannt, sie sah nämlich nicht aus wie knapp 48, sondern wie höchstens 20, an ihrer Seite einer der Amerikaner vom Stützpunkt in der Stadt, und als sie meinte, wenn sie schon da sei, würde sie gern meiner Mutter Hallo sagen, und ich sie darüber informierte, dass diese vor dreieinhalb Jahren gestorben ist, wurden ihre großen Kinderpuppenaugen noch ein Stück größer und sie entschuldigte sich, das habe sie nicht gewusst, sie würde nicht mehr hier im Ort wohnen.
Bis zum Ende der vierten Klasse war ich mit dem Mädchen von gegenüber, das nicht mehr gegenüber wohnt, befreundet. Gestritten haben wir uns oft genug und ich weiß noch, wie ich mit ca. 8 Jahren überlegte, ob es sein könne, dass ich geistig irgendwie anders war als die anderen Achtjährigen. "Weiter" oder irgendwie anders . Ich empfand die Freundschaft mit ihr gegen Ende als Belastung, weil ich mich verkleinern musste, um in ihre Welt zu passen, und wenn ich es nicht tat, sah sie mich verwirrt an und wusste nicht, was ich eigentlich sagen wollte.
Parallel war ich mit meiner jetzigen Mitgitarristin befreundet, ebenfalls kompliziert aufgrund meines Egos, schon damals die seltsame Wandlung hin zum selbstbewussten Arschloch, die ich nur vollziehe, wenn sie dabei ist.
Zwischendrin blieb die Einsamkeit. Beide beliebter als ich, und wenn es zu einem Streit kam, hatte ich die Arschkarte gezogen, weil ich dann ganz allein war.
Immerhin, die Mitgitarristin und ich, wir hatten schon früh erkannt, dass sich Hausaufgaben machen nicht lohnt, und in den Pausen spielten wir Geschichten, in denen wir Figuren aus den Zeichentrickserien waren, die mittags auf RTL 2 liefen.
Dann der Wechsel ans Gymnasium, Mitgitarristn weg und ebenso das Mädchen von gegenüber, es folgt ein wenig Alleinsein in der Schule und das Sitzen im Bus neben meiner aggressionsgeplagten Nebensitzperson, dann sitzt Kriemhild neben mir im Bus, mal wieder, als meine eigentliche Nebensitzerin neben einer gemeinsamen Bekannten sitzt, und diesmal traue ich mich, mit ihr zu reden. Ich bin in der 7. oder 8.Klasse und habe noch schwarz gefärbte Haare, und wir sitzen da und reden über die nicht vorhandenen Zigarettenschachteln in ihrer nicht vorhandenen Handtasche. Und weil ich doch so phantasie- und humorlos bin, findet sie lustig, was ich erzähle, und es wird zu einem festen Ereignis, das wir im Bus nebeneinander sitzen.
Dann die Beliebtheitsphase, gefolgt von den Zweckgemeinschaften und inzwischen der teilweisen Akzeptanz durch die werte Nochparallelklasse.
Die Zweckgemeinschaft mit der Mitsanitäterin löst sich immer mehr auf und Kriemhild hat nach ihrem Realschulabschluss an die FOS gewechselt, der Plan lautet sie macht ihr Abitur dort, ich meines hier, und später wird zusammen studiert.