Dienstag, 26. April 2011
Thema: gefunden.
" Ist das Verstecken, wenn keiner dich sucht und nur du weißt, wo du bist? "




Montag, 25. April 2011
Thema: monolog
Es gibt Schmerzen, die ich mir freiwillig antue. Augenbrauen zupfen zum Beispiel,oder piercen.
Und dann gibt es die non-physischen Schmerzen, die ich mir theoretisch gesehen freiwillig antue, zum Beispiel die Eventuellfreundschaft zu dir.
Mir wurde heute gesagt, ich solle dir einfach sagen, dass ich keine Lust habe, dir zuzuhören, wenn du von ihr erzählst. Dass es nicht gut für mich wäre,mir das immer anzuhören. Ich dachte, toll, "immer". Wenn er wenigstens regelmäßig mit mir reden würde. Dann wurde mir noch unterstellt, dass das Voyeurismus wäre, und da bin ich dann wütend geworden, denn das stimmt nicht. Und unverstanden hab ich mich gefühlt, und vielleicht war ich deshalb dann noch viel wütender. Natürlich uferte es nicht aus, dafür bin ich zu unsicher, zu zurückhaltend und überhaupt. Du scheinst der Einzige zu sein, der es glaubt und versteht, und bist definitiv der Einzige,der es gemerkt hat, bevor ich es ihm erzählt habe.

Es gibt Schmerzen, die tu ich mir freiwillig an, du bist einer davon.
Ich spare mir melodramatisches "Ich weiß, dass es mich kaputt macht, aber..", denn melodramatisch bin ich oft genug,ohne dass ich es will. Ich lese oft genug alte Einträge von mir und schäme mich für so viel Emotion, um dann zu befürchten, ich könnte pathetisch wirken.Kommt davon, wenn man immer sofort schreibt, ohne zu denken.
Tatsache ist, es tut weh, ja. Natürlich ist es nicht ok, aber man muss wohl Prioritäten setzen, und in deinemmeinem Fall geht die Freundschaft vor, auch, wenn sie halb in der Zukunft und halb im Nichts hängt. Allein die Chance..
Natürlich werde ich weiterhoffen. Ist so, kann man auch nicht ändern.
Natürlich kann ich nicht mehr und eigentlich geht ja auch nichts mehr. Aber weißt du was? Ich tus mir trotzdem an.
Ich sitze seit fünf Stunden vorm ICQ und starre deinen Status an, der abwechselnd zwischen "beschäftigt" und "abwesend" wechselt, in der Hoffnung, eventuell mit dir reden zu können.
Klar ist das nicht gut, ich hätte eigentlich Staubsaugen und die Wäsche machen sollen und jetzt bleibt mir nur, entweder morgen viel früher aufzustehen und es dann zu erledigen, oder morgen nur früh aufzustehen und den ganzen Tag zu hoffen, dass mein Vater wie durch ein Wunder gar nicht nach Hause kommt.
Zudem sitze ich mehr als unbequem, weil auf dem Boden eine winzige, aber gefährlich wirkende schwarze Spinne krabbelt und ich mich deshalb nicht traue, die Beine oder auch nur die Füße vom Sofa zu nehmen.
Ich glaube, ich hab mir ein Kniegelenk ausgehebelt.

Natürlich ist das alles ganz großer Dreck, aber scheiß drauf. In mir drin funktioniert sowieso nur noch physisch das meiste, und der Rest ist egal, eigentlich ja alles egal. Fast hätte ich, ganz kitischig und kotzromantisch, ein "Solange du da bist" hinzugefügt, ich konnte mich gerade noch davon abhalten.
" I've got nowhere to hide, so I'll stay right by your side".
Klar machst du mich fertig.Aber trotzdem..
Also lebe ich die Momente,in denen du da bist, manchmal vergesse ich dann sogar, dass es wehtut und es fängt erst wieder an, wenn du mich daran erinnerst, wie verknallt du ja in sie bist oder wenn es gar nicht zu einem dieser wunderbaren Momente kommt, eben weil sie da ist.
Und die restliche Zeit?
Gelegentliche Versuche,mich zu betäuben, inzwischen eher halbherzig, weil die ganze Sache es geschafft hat, sich so fest und tief in mich reinzufressen, dass nicht mal betäuben etwas bringt.

Ich hätte heute, nein, seit 14 Minuten schon gestern, weggehen können und sollen und müssen, wieder einmal hirnloses Besäufnis, muss ja gelegentlich mal sein. Könnte jetzt noch dort sein, unter Berücksichtigung meines aktuellen seelischen Zustands sehr wahrscheinlich ausnahmsweise mal betrunken oder aber ausnahmsweise mal nicht als Nichtraucher in der Raucherecke stehend, oder, wenn ich ganz betäubungs-motiviert, beziehungsweise extrem demotiviert gewesen wäre, eventuell beschäftigt mit einem mittel- bis sehr optisch abstoßenden männlichen Wesen mit längeren Haaren,Karohemd und im Idealfall Gitarrenfähigkeiten.
Tja, bin ich nicht. Stattdessen sitze ich seit 5 (oder sind es schon 6?) Stunden hier rum, immer wieder der Blick zum Computer, bin nur aufgestanden, um ans Telefon zu gehen, einmal, um ins Geschäft zu hetzen, weil es Idioten gibt, die am Ostersonntag etwas kaufen wollen,und um meine Haare zu waschen. Eigentlich hätte ich mich freuen sollen, denn es gibt endgültig keine Möglichkeit mehr, letztere zum Trocknen halbwegs schonend in ein Handtuch zu verfrachten, weshalb ich jetzt auch aus praktischen Gründen aufs Duschtuch umgestiegen bin. Hätte mich halb totfreuen sollen, mag sie doch langsam, aber sicher. Angestrebt Taillenlänge bis zum Abitur, undso. Das einzige, woran ich denken konnte, war, dass du bei unserem ersten Treffen gesagt hast, dass du lange Haare an Frauen schön findest, und später irgendwann, dass dir das Rot am Besten gefällt von all den Färbereien, von denen du ja eigentlich nur die Anfänge mitbekommen hast, weil du dann deinen Abschluss gemacht hast.
Dann hat sie sich in mein Gehirn gedrängt, mit längeren und naturblonderen Haaren als ich, mit weniger Gewicht vermutlich, geringerer Körpergröße, gebräunterer Haut, keinen Piercings und einer viel offeneren,selbstbewussteren Art als ich. Kann sie nichtmal hassen.
Irgendwie war mir dann definitiv noch weniger positiv zu mute und ich hab mal wieder vergebens darauf gewartet, dass entweder der Mechaniker, der mein Leben reparieren soll, ein terminatormäßig ausgestatteter Himmelsbote, der mich erschießen soll oder zumindest zwei Packungen schwarzes Haarfärbmittel auftauchen.
Ich weiß doch auch nicht, was ich ((noch?)(hier?)) mache.
Guck mal, die Mehrfachklammern haben ihr Debut in meinem Blog.

Du bist offline und nein,ich hab dich nicht angeschrieben. Mal wieder. Und wieder paar Stunden hier abgesessen...

Klar stimmt das alles. Ich machs trotzdem, entweder freiwillig,oder weil ich nicht anders kann.
Und wenn ich dann mal so kaputtgehe, dass man es selbst als Außenstehender deutlich sieht..
In Zeichentrickfilmen explodiert der Böse und so entsteht ein richtig schönes Feuerwerk. Klar bin ich prinzpiell das Böse,aber auch das Böse hat Gefühle. In dem Fall sogar ziemlich viele. Und ein Teil davon sogar für dich, stell dir das mal vor. Auch, wenn ich das von Anfang an nicht wollte, weil ich von Anfang an wusste, wie es endet, kenn mich ja.
Sag mal,kannst du dich nicht einfach in mich verlieben und wir sind glücklich miteinander, undso?

Pubertärer, melodramatischer Schwachsinn quillt aus meinem Gehirn, vielleicht aber sogar aus dem Herzdings, und überschwemmt meaningless den Blog, aber wenigstens hab ich Zeit totgeschlagen und den Fortbestand der kratertiefen Abgründe unter meinen Augen, welche man im Normalzustand noch als "Augenringe" hätte bezeichnen können, gesichert.






edit:Bob Marley hat das doch alles viel besser auf den Punkt gebracht als ich: "The truth is: Everybody's going to hurt you. You just gotta find the ones worth suffering for."




Mittwoch, 20. April 2011


Ich würde es dir gerne sagen. Alles.
Ich weiß, wie du reagieren würdest, du wärst überfordert vermutlich, würdest irgendwie versuchen, etwas nettes zu sagen und dabei alles nur noch schlimmer machen, und du würdest es wissen, dass du so handelst.
Ich weiß nicht, ob das aktuelle besser ist, ob Freundschaft besser ist als Funkstille, eigentlich dachte ich, es wäre so; vielleicht hab ich es mir auch nur eingeredet.
Ich verliere dich, so oder so.
With our hands tied ...
Hab keine Ansprüche an dich. Hab keine mehr an mich.
Sehe mich verständnisvoll an und sage, Mädchen,komm her, lass dich mal in den Arm nehmen, du bist ja völlig am Ende, und umarme mein sich in meinen sinnlosen Tränen auflösendes Ich. Möchte es im selben Moment kilometerweit wegschleudern. Wenigstens meine Reflexe funktionieren noch.

Es liegt an mir.
Es liegt nicht an mangelnden Gemeinsamkeiten oder daran, dass wir eventuell zu verschieden wären; es liegt einfach daran, dass ich ich bin.
Vielleicht ist das das Schlimmste, zu wissen, dass man selbst Schuld ist, ohne etwas daran ändern zu können.
Ich kann mir das Herz aus der Brust reißen,meinen Verstand abschießen und mein Gehirn betäuben, aber ich bleibe immernoch ich, und anscheinend bin ich nicht für dich..gedacht(?). Mir fehlen die Worte. Mal wieder.
Will so viel sagen, erklären, beschreiben, in der Hoffnung, es so aus mir rauszubekommen, abzutöten, umzubringen, aber es bleibt einfach da drin sitzen und schnürt mir die Luft ab.
Als du sie mit Blicken gesucht hast, gab es einen Stich. Nur ein Stich, atmen, fokussieren auf den ansonsten so wunderbaren Abend.
Als du meintest, bevor wir noch was trinken gehen, schaust du noch nach ihr, sie wollte auch kommen, gab es eine riesige Explosion inklusive blutiger Fetzen, die sich im Raum verteilten.
Vorm inneren Auge wird alles schwarz, ganz offensichtlich wurde es von einem der umherfliegenden Teilchen getroffen und ist ab jetzt blind.
Der Rest versenkt sich in blindem Schmerz, du meinst, ich würd schon so lächeln, so,wie man es eben sagt, wenn es ein derartiges Geheimnis zwischen zwei Leuten gibt. Für dich muss es ja auch logisch erscheinen, du in sie verknallt/verliebt, ich eine..ja was eigentlich? Bekannte/gute Freundin von dir, eingeweiht. Logisch. Muss ja lächeln. Muss es ja süß finden.
Mein Herz grinst und gurgelt dabei mit Blut, und die Zähne, die ihm schon lange ausgeschlagen wurden, hat es notdürftig mit Glasscherben ersetzt, auf die es gerade gebissen hat, um nicht laut loszuschreien.
Ich sage, ich hab doch gar nicht gelächelt.
Auf dem Weg von der Absteige in eine Bar geht wieder irgendwas kaputt in mir, aber ich habe nicht mehr den Elan, nachzusehen, was es schon wieder ist. Spüre ja nicht einmal mehr etwas, nur, dass wieder etwas kaputtgegangen ist, diesmal etwas, das man nicht reparieren kann, aber für was, für wen und warum sollte ich nachsehen.
Das einzige, das noch etwas sagt, ist das Herz, es schreit, entweder,weil es nunmal nicht angenehm ist, auf Glasscherben zu beißen,oder, weil es von dem selben Ding abgeschnürt wird, das mir vorhin die Luft genommen hat, oder vielleicht auch einfach nur so. Wen kümmerts schon,warum sollte ich nachsehen, was es schon wieder hat.
Wir reden, du sagst, Heimfahren ist kein Problem, wir reden ein bisschen mehr und diesmal bin ich in der Zuhörerrolle, und du erzählst von Filmen und Arbeitskollegen und Fortbildungen, und ich höre zu und erzähle dann von meinem Großvater,der mir Schafkopfspielen beibringen soll, aber ich lasse aus, dass er nicht mehr gut genug sieht,um überhaupt noch die Karten erkennen zu können.
Wir reden und befinden uns dabei irgendwo an der Kante des Freundschaftlichen, und dann sagst du, du hast immer ziemliche Probleme mit Ausdrucksschwierigkeiten, wenn du mit ihr sprichst.
Das abschnürende Ding schnürt fester, die Glasscherben bohren sich tiefer,irgendwann kommen einzelne Spitzen auf der anderen Seite wieder raus, auf einmal sind da wieder Schmerzen, richtige, schlimme Schmerzen, doch dann sind die Glasscherben durch und das Ding hat nichts mehr, was es abschnüren kann; zu fest zusammengebunden, und schließlich gibt auch mein Herz keinen Ton mehr von sich.
Ich lächle.




Montag, 18. April 2011
Thema: gefunden.
"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Seneca)

In diesem Sinne hoffe ich aufs Unwahrscheinliche und versuche nebenher das Unmögliche.Vielleicht auch umgekehrt, how knows.



Musikalisch eventuell mal wieder grenzwertig, aber gute Lyrics, außerdem sehr aufbauend - und das kann ich im Moment gut gebrauchen.