Thema: kurz gemeldet
09. April 12 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
Der Hund war nicht da, Bruder Nr.2 auch nicht.
Dafür hat es die Nachbarin geschafft, dass ich mich für ein paar Stunden in Ordnung gefühlt habe, nicht falsch und deplatziert.
Als wäre es ok und richtig, dass ich hier und so bin, wie ich es eben bin. Haben geredet, die Nachbarin und ich, sie hat wahrscheinlich einiges nicht verstanden, sie versteht sehr vieles nicht, aber sie lässt sich gerne von mir die Welt erklären, weil ich sie dafür nicht auslache, sondern einfach erkläre, möglichst bildhaft und ohne komplizierte Wörter, auch,wenn sie schwierige Fragen stellt,wie die, was Glück für mich ist, oder warum ich an Liebe glaube.
Ich hätte manches fast ausgesprochen, den Grauschleier, das Unwohlsein, wenn es um fremde Menschen geht, und auch anderes, habe mich aber beinahe jedes Mal dafür entschieden, den Versuch abzubrechen. Hemmschwelle meinerseits, Unverständnis ihrerseits, auch, wenn sie es nicht böse meint.
Sie meint es eigentlich nie böse, aber ihr Gehirn ist besonders; so, wie mein Gehirn irgendwie auch besonders ist, nur ihres ist anders besonders und die Leute haben irgendwann mal beschlossen,ihr besonders als einen Grund anzusehen, sie an eine Förderschule zu schicken, und während mein besonders auch heute noch zu seltsam ist, um es definieren zu können, wird sie von ihrer Chefin "blöd" und von anderen Menschen "zurückgeblieben" genannt. Meistens sind das Menschen mit randlosen Brillen und einem besorgniserregend hohen Kaffeekonsum, aber auch die scheinen sich nicht einig zu sein,welchen Stempel sie der Nachbarin aufdrücken wollen; während einer von einer leichten geistigen Behinderung sprach, meinte ein anderer, sie würde sich nur "doof anstellen".
"Du bist nicht blöd, du denkst nur anders als die meisten", habe ich ihr mal geantwortet, als sie wissen wollte, ob ich sie für dumm oder blöd halte. Sie stellt manchmal solche Fragen, aus dem Nichts heraus; manchmal will sie sowas wissen, manchmal, wie ich mir die Welt vorstelle, manchmal, wie der Farbeindruck im Auge entsteht und manchmal, wie ich mir meine spätere Familie vorstelle,und ob ich überhaupt eine will.
Und sie hat gesagt, wir gehen da hin, auf das Konzert, auf das der Solariumfan mich eingeladen hat; wenn wir dort sind, solle ich gefälligst mutig sein und, wenn mir jemand gefällt, den verdammt nochmal auch ansprechen, und außerdem dem Rotkreuzmädchen eine sms schreiben, wenn ich schon zur Abwechslung mal wieder ein aufgeladenes Handy habe; die würde sich bestimmt über eine Einladung freuen. Sofort. Nein, nicht morgen. Keine Widerrede. Nein, es ist nicht zu spät,um ihr jetzt noch eine Nachricht zu schicken. Los,schreiben.
Habe mich massivst unter Druck gesetzt gefühlt, aber sie somit um 24.50 Uhr gefragt , ob sie mit mir und ein paar anderen Leuten aufs Konzert gehen wolle und mir gedacht, dass sie gleich vorbeikommt und mir eine scheuert, weil ich ihr so spät eine so dumme Frage stelle.Kurz darauf dann ein Handyvibrieren, neue Nachricht.
Die Absenderin heißt Rotkreuzmädchen, und sie schreibt, sie wird alleine deshalb schon versuchen, aufs Konzert gehen, um mir die nächstbeste Flasche über den Kopf zu ziehen, weil meine sms sie gerade geweckt und der Signalton ihre Katze erschreckt hat.
Also Konzert.
Nicht in der Stadt, sondern in der Fremde.
Nicht mit Kriemhild, sondern mit der Nachbarin.
Vielleicht auch mit dem Rotkreuzmädchen.
Und vermutlich dem Solariumfan.
Und dem Bruder des Fremden, der aussieht wie ein einsamer, verloren gegangener Plüschpinguin.
Selbstverständlich mit einer spontan um die Ecke biegenden, ultimativ-seelenverwandten Person, die ihr ganzes Leben auf mich gewartet hat. Hust, hust.
Egal. Wird schon alles werden.
Vielleicht ist das Schicksal ja manchmal doch auf meiner Seite.
Dafür hat es die Nachbarin geschafft, dass ich mich für ein paar Stunden in Ordnung gefühlt habe, nicht falsch und deplatziert.
Als wäre es ok und richtig, dass ich hier und so bin, wie ich es eben bin. Haben geredet, die Nachbarin und ich, sie hat wahrscheinlich einiges nicht verstanden, sie versteht sehr vieles nicht, aber sie lässt sich gerne von mir die Welt erklären, weil ich sie dafür nicht auslache, sondern einfach erkläre, möglichst bildhaft und ohne komplizierte Wörter, auch,wenn sie schwierige Fragen stellt,wie die, was Glück für mich ist, oder warum ich an Liebe glaube.
Ich hätte manches fast ausgesprochen, den Grauschleier, das Unwohlsein, wenn es um fremde Menschen geht, und auch anderes, habe mich aber beinahe jedes Mal dafür entschieden, den Versuch abzubrechen. Hemmschwelle meinerseits, Unverständnis ihrerseits, auch, wenn sie es nicht böse meint.
Sie meint es eigentlich nie böse, aber ihr Gehirn ist besonders; so, wie mein Gehirn irgendwie auch besonders ist, nur ihres ist anders besonders und die Leute haben irgendwann mal beschlossen,ihr besonders als einen Grund anzusehen, sie an eine Förderschule zu schicken, und während mein besonders auch heute noch zu seltsam ist, um es definieren zu können, wird sie von ihrer Chefin "blöd" und von anderen Menschen "zurückgeblieben" genannt. Meistens sind das Menschen mit randlosen Brillen und einem besorgniserregend hohen Kaffeekonsum, aber auch die scheinen sich nicht einig zu sein,welchen Stempel sie der Nachbarin aufdrücken wollen; während einer von einer leichten geistigen Behinderung sprach, meinte ein anderer, sie würde sich nur "doof anstellen".
"Du bist nicht blöd, du denkst nur anders als die meisten", habe ich ihr mal geantwortet, als sie wissen wollte, ob ich sie für dumm oder blöd halte. Sie stellt manchmal solche Fragen, aus dem Nichts heraus; manchmal will sie sowas wissen, manchmal, wie ich mir die Welt vorstelle, manchmal, wie der Farbeindruck im Auge entsteht und manchmal, wie ich mir meine spätere Familie vorstelle,und ob ich überhaupt eine will.
Und sie hat gesagt, wir gehen da hin, auf das Konzert, auf das der Solariumfan mich eingeladen hat; wenn wir dort sind, solle ich gefälligst mutig sein und, wenn mir jemand gefällt, den verdammt nochmal auch ansprechen, und außerdem dem Rotkreuzmädchen eine sms schreiben, wenn ich schon zur Abwechslung mal wieder ein aufgeladenes Handy habe; die würde sich bestimmt über eine Einladung freuen. Sofort. Nein, nicht morgen. Keine Widerrede. Nein, es ist nicht zu spät,um ihr jetzt noch eine Nachricht zu schicken. Los,schreiben.
Habe mich massivst unter Druck gesetzt gefühlt, aber sie somit um 24.50 Uhr gefragt , ob sie mit mir und ein paar anderen Leuten aufs Konzert gehen wolle und mir gedacht, dass sie gleich vorbeikommt und mir eine scheuert, weil ich ihr so spät eine so dumme Frage stelle.Kurz darauf dann ein Handyvibrieren, neue Nachricht.
Die Absenderin heißt Rotkreuzmädchen, und sie schreibt, sie wird alleine deshalb schon versuchen, aufs Konzert gehen, um mir die nächstbeste Flasche über den Kopf zu ziehen, weil meine sms sie gerade geweckt und der Signalton ihre Katze erschreckt hat.
Also Konzert.
Nicht in der Stadt, sondern in der Fremde.
Nicht mit Kriemhild, sondern mit der Nachbarin.
Vielleicht auch mit dem Rotkreuzmädchen.
Und vermutlich dem Solariumfan.
Und dem Bruder des Fremden, der aussieht wie ein einsamer, verloren gegangener Plüschpinguin.
Selbstverständlich mit einer spontan um die Ecke biegenden, ultimativ-seelenverwandten Person, die ihr ganzes Leben auf mich gewartet hat. Hust, hust.
Egal. Wird schon alles werden.
Vielleicht ist das Schicksal ja manchmal doch auf meiner Seite.
Thema: kurz gemeldet
Diese unheimliche Kreativität bei der Eintragsbenennung, die ich zur Zeit an den Tag lege..
Wieder einer dieser Grauschleiertage.
und immer, wenn wir traurig waren
(und traurig waren wir ziemlich oft)
gingen wir zu dir nach hause
und da hörten wir die smiths
Wenigstens habe ich genug The Smiths-Alben, um notfalls die ganze Nacht zu überstehen.
Begebe mich trotzdem zur Nachbarin, mit einer Motivation wie Jesus an Karfreitag (ahahahahaha), aber die anderen Bruchstücke der Familie Mayhem sind nicht zuhause und sie hat so fröhlich geklungen, als sie mich eingeladen hat, dass ich nicht nein sagen konnte.
Werde also einen Blick auf die neu erstandene Handtasche werfen, nebenbei aufpassen, keine Flecken zu hinterlassen (Farbmischungen,die auch schwarzes Henna enthalten, bringen intensivere Ergebnisse, wenn man sie zum Schluss eine Weile an der Luft trocknen lässt, diese Erleuchtung hat mich im Chemiekurs getroffen und wurde von mir durch einige Selbsttests bestätigt), ihrer Mutter einen Schrecken einjagen ("Was, diese Person ist schon wieder zu Besuch?"), ihrem Bruder nr.2 erklären, dass ich ihm immernoch kein Gras verticken kann ("Aber deine Haare! Und du hast kaputte Hosen an!Oder Hippieröcke! Und wenn du auf unserem Balkon geraucht hast, dann selbstgedrehtes, das war doch nieeemals nur Tabak! Und deine Freunde haben alle auch lange Haare, und manche sogar Dreads! Du bist nur so egoistisch, dass du mir nix abgibst!"), ihren Hund zur Seite rollen (er rollt wirklich) und die Katze begrüßungsknuddeln, um anschließend erste Hilfe zur Wiederbelebung des Selbstdenkmodus' der Nachbarin zu leisten und mir irgendwelche semi-witzigen Frauenfilme anzusehen.
Ich glaube, an normalen Mädelsabenden trinken sie nur deshalb soviel Sekt, weil sie sonst den Rest nicht überstehen würden.
Sollte ich nicht wiederkehren, bin ich irgendwo zwischen "Kiss and Kill", "Vollweib sucht Halbtagsmann", "Beim ersten Mal" und anderen wichtigen Meilensteinen der Filmkultur verloren gegangen, wurde von Bruder Nr.2 erwürgt, der Hund hat mich unter sich begraben oder die Mutter der Nachbarin hat Fallgruben um ihr Haus gegraben, die ich erst bemerkt habe, als ich schon in einer drinlag.
--------------
Zitat aus Sumsisu von Farin Urlaub.
Wieder einer dieser Grauschleiertage.
und immer, wenn wir traurig waren
(und traurig waren wir ziemlich oft)
gingen wir zu dir nach hause
und da hörten wir die smiths
Wenigstens habe ich genug The Smiths-Alben, um notfalls die ganze Nacht zu überstehen.
Begebe mich trotzdem zur Nachbarin, mit einer Motivation wie Jesus an Karfreitag (ahahahahaha), aber die anderen Bruchstücke der Familie Mayhem sind nicht zuhause und sie hat so fröhlich geklungen, als sie mich eingeladen hat, dass ich nicht nein sagen konnte.
Werde also einen Blick auf die neu erstandene Handtasche werfen, nebenbei aufpassen, keine Flecken zu hinterlassen (Farbmischungen,die auch schwarzes Henna enthalten, bringen intensivere Ergebnisse, wenn man sie zum Schluss eine Weile an der Luft trocknen lässt, diese Erleuchtung hat mich im Chemiekurs getroffen und wurde von mir durch einige Selbsttests bestätigt), ihrer Mutter einen Schrecken einjagen ("Was, diese Person ist schon wieder zu Besuch?"), ihrem Bruder nr.2 erklären, dass ich ihm immernoch kein Gras verticken kann ("Aber deine Haare! Und du hast kaputte Hosen an!Oder Hippieröcke! Und wenn du auf unserem Balkon geraucht hast, dann selbstgedrehtes, das war doch nieeemals nur Tabak! Und deine Freunde haben alle auch lange Haare, und manche sogar Dreads! Du bist nur so egoistisch, dass du mir nix abgibst!"), ihren Hund zur Seite rollen (er rollt wirklich) und die Katze begrüßungsknuddeln, um anschließend erste Hilfe zur Wiederbelebung des Selbstdenkmodus' der Nachbarin zu leisten und mir irgendwelche semi-witzigen Frauenfilme anzusehen.
Ich glaube, an normalen Mädelsabenden trinken sie nur deshalb soviel Sekt, weil sie sonst den Rest nicht überstehen würden.
Sollte ich nicht wiederkehren, bin ich irgendwo zwischen "Kiss and Kill", "Vollweib sucht Halbtagsmann", "Beim ersten Mal" und anderen wichtigen Meilensteinen der Filmkultur verloren gegangen, wurde von Bruder Nr.2 erwürgt, der Hund hat mich unter sich begraben oder die Mutter der Nachbarin hat Fallgruben um ihr Haus gegraben, die ich erst bemerkt habe, als ich schon in einer drinlag.
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Zitat aus Sumsisu von Farin Urlaub.
Thema: persoenlichkeitsfetzen
siouxsie and the banshees - passenger von aosonho
Vatersfreundin wieder da, alles wieder beim Alten.
War ja absehbar.
Vom Solariumfan eine Einladung bekommen, die alles ändern kann.
Überraschend.
Mit Kriemhild deswegen gestern Abend gesprochen, Zusage bekommen.
Aufbauend.
Heute ein Anruf von ihr, sie benötige mehere Stunden, um sich zurechtzumachen,folglich müsse sie bereits nachmittags anfangen, um rechtzeitig zur Abfahrt an dem Abend, der alles ändern kann, fertig zu sein. Nee, das ginge ja wohl gar nicht.
War absehbar.
Sie könne aber mal mit ihren Eltern reden, ob die ihrer volljährigen Tochter erlauben würden, sich zwei Stunden früher als im Normalfall zu schminken. Sie wird mich noch zurückrufen, angeblich.
Lächerliche Ausrede. Werde sie wohl selbst anrufen und mir dann ziemlich sicher eine Absage anhören müssen.
Aber war ja vorhersehbar.
Draußen Aprilwetter, im Hause Mayhem immernoch Sturm und Weltuntergang, as usual.
Das Schicksal lässt die Puppen tanzen, aber es ist kein guter Puppenspieler, sondern einer mit Koordinations-, eventuell auch Suchtproblemen und aufgestauten Aggressionen, die das Miststück ausnahmslos an seinen Spielfiguren auszulassen scheint.
Laufe also immernoch orientierungslos über die Bühnenbretter, stolpere manchmal, falle mit schöner Regelmäßigkeit relativ schlimm auf die Fresse und gehe gelegentlich verloren, entweder in der großen Welt da draußen oder in meinem Gedankenmahlstrom.
Vielleicht sollte ich deswegen verzweifeln; oder ich bin es schon längst, ohne es gemerkt zu haben.
Singing...
Aber selbst, wenn es so ist; wenn ich verzweifelt und verloren bin.. sollte es mir etwas machen? Sollte ich resignieren?
Meinem Beinahe-optimismus , meiner vermutlichen Naivität und meiner eventuell vorhandenen Trotzigkeit macht es jedenfalls nichts, und somit bleibe ich weiter davon überzeugt, dass schlussendlich alles gut wird; muss ja .
Und wenn die Welt schon untergeht, oder wenn ich untergehe,
Herzlichst,
Frau mayhem.
------
Ursprünglich wollte ich nur das Lied posten; statdessen ists ein (pseudo)dramatisch formulierter Weltuntergangs-Livebericht geworden.
Da sieht man mal, was Musik alles bewirken kann.
Thema: oh happy day.
Als gestern abend die Welt unterging, saß ich gerade mit einer Tasse Tee im Fenster und beobachtete die verschwindende Sonne und die viel zu schnell vorbeirasenden Autos.
Eigentlich war es zu kalt, um in Top und Sporthose in einem Fenster zu sitzen, den Rücken am Mauerwerk, die Füße gegen die gegenüberliegende Seite gedrückt und die Beine angewinkelt, aber mir war nach Imfenstersitzen gewesen, und zumindest meine Tasse war warm.
Eine bunte Tasse war es, fröhlich-grün mit dicken, zufrieden-gelben Comickatzen drauf, meine Mutter hatte sie mal gratis bekommen und ich hatte die dicken gelben Comickatzen zusammen mit rosa-roten Schafen und orangen Hunden vor dem Tod durch lebendiges Begraben in der Restmülltonne gerettet, indem ich mich weigerte, sie rauszurücken.
Das rationale Argument "Wir brauchen auch Tassen, in die mehr als 200ml reinpassen" hatte schließlich gezogen und so konnte ich auf der Fensterbank sitzen und aus der Tasse, die eigentlich nicht einmal schön war, warmen Tee bei frostigen Spätabendtemperaturen trinken, als die Welt unterging.
Ich habe nicht sofort realisiert, dass die Welt unterging, als das Telefon klingelte; sicher, das Bauchgefühl deutete sowas dezent an, aber ich verlasse mich nicht immer darauf; und richtige Vorzeichen gab es ja keine, selbst der Kater döste weiter auf dem Sitzplatz meines Vaters, so war ich dann auch relativ unvorbereitet, als mir nach Abheben des Telefons unkontrolliertes Schniefen und Schluchzen entgegenschallte.
Ein Blick aufs Display enthüllte, dass es sich bei dem schniefenden Etwas um die Vatersfreundin handelte, die, nachdem sie mich beinahe eine Minute angeschluchzt hatte, wieder etwas ruhiger wurde, soweit man bei ihr eben von "ruhig" sprechen kann.
"Wollte dir nur sagen,dass ich dich und die Katze jederzeit abhol, wenns dir zu viel wird, musst nur anrufen!"
.Sicher, und nur deswegen rufst du an und heulst mir derart schlimm durchs Telefon, dass ich Angst haben muss, dass du die ganze Wohnung unter Wasser setzt. ... Mir schwante Böses.
-"Danke. Darf man fragen,was los ist, weil du weinst?"
Tja,und dann ging auf einmal die Welt unter.
Mein Vater, dieser furchtbare Mensch, legte die Vatersfreundin los und zählte alles auf, all die Eigenschaften, die er nun einmal hat, deren Ursprung und Verwurzelung in all dem, was war, ich ihr so oft erklärt habe, die sie immer nur halb wahrhaben wollte, die sie in einer Sekunde "glasklar" sieht, angeblich, und von denen sie in der nächsten nichts mehr hören wil.
Schildert es, die Probleme. Er, der keine Gefühle zeigen kann. Er, der grimmig schaut, wenn sie mit anderen Männern tanzt. Er, der nie spricht, wenn sie mit der Vatersfreundinverwandschaft unterwegs sind.
Er, der so rücksichtslos ist. Er, der so gefühlskalt ist.
Er, der immer denkt, seine Meinung sei die einzig richtige.
Er, der nichts mehr von seiner Tochter wissen will.
Er, der davon ausgeht, dass nur er selbst Ahnung hat.
Er, der nicht auf die Idee kommt, dass andere Menschen auch einmal etwas sinnvolles sagen könnten.
Er, der so in diesen verkrusteten Denkmustern festklebt, die ihm als Kind eingeprügelt wurden.
Und vor lauter traditionsbedingter Blindheit nicht sieht, dass sie falsch sind.
Sie redete und redete, die Vatersfreundin, und erzählte mir dabei all das,was ich sowieso schon wusste.
Was sie hätte sehen können, hätte sie es wahrhaben wollen, eine Sekunde lang nachgedacht, oder zugehört, wenn in einer ihrer gerne einberufenen und mittendrin mit einem "und ab jetzt wird alles anders" vorzeitig abgebrochenen Krisensitzungen all das von mir thematisiert wurde,leise zwar, aber so, dass sie es hören konnte, und er auch.
Man hätte es hören und verstehen können, hätte man mich ausreden lassen. Hätte er mich ausreden lassen,ohne böse zu lachen,
hätte sie mich ausreden lassen, ohne in ihre pathetische und zu laute Wortkannonade zu fallen, hätte es uns vielleicht den Weltuntergang erspart.
Eigentlich war es kein unvorhersehbarer Weltuntergang, wir hatten das in letzter Zeit öfter.
Sicher, es steigerte sich, aber die Vatersfreundin hatte in letzter Zeit schon mehrmals an meiner Schulter gejammert und mir ihr Leid geklagt, und so oft hatte sie, wie beim Weltuntergang auch, hochdramatisch ausgerufen, sie halte das alles nicht mehr aus.
Im letzten Weltuntergang sagte sie es.
Sagte, sie würde das ja nicht länger aushalten, in unserem Haus müsse man ja anfangen, zu trinken.
Ich hätte ihr am liebsten durch die Telefonleitung hindurch einen Tritt ins Gesicht verpasst, und zwar mit Stiefeln.
Unterließ es aber, statdessen ließ ich sie weiter den Raum mit ihrer Verzweiflung fluten,einfach weiter, bis es ihr dann wirklich etwas besser ging.
Wenn ich das irgendwann nicht mehr aushalte in den Ferien,kann ich zu ihr, betonte sie wieder.
Ich musste lachen. Vatersfreundin, ich halte das seit fünf Jahren nicht mehr aus. Und davor habe ich es so lange nicht mehr ausgehalten, wie mein Gedächtnis zurückreicht.
Habe es laut gesagt. Einfach so.
Ja, da könnte ich wohl recht haben, sagte sie. Scheint es langsam einzusehen, nach diesen vielen Monaten.
Man kann kaputte Vasen zusammenkleben, sodass sie fast wieder wie neu aussehen, aber keine kaputten Menschen.
Umtauschen kann man sie auch nicht, also bleiben notdürftige Reparatur oder einfach liegenlassen als einzige Optionen.
Ich weiß nicht, welche ich gerade mit mir praktiziere.
"Vatersfreundin, mein Papa ist kaputt. Physisch kaputt und psychisch kaputt. Ich bin es auch", werfe ich ihr entgegen.
-"Ja, da hast du recht. Und der macht sich ja immer kaputter, immer kaputter macht er sich, immer nur Arbeit, und sein beschissenes Rotes Kreuz da. Sind ja alle immer wichtiger als die Familie.Kein Wunder, dass der kaputt ist."
"Du bist es auch." Kaputte Menschen finden sich immer gegenseitig.
Sie schluckte hörbar und setze anscheinend schon zu einer Erwiderung an, entschied sich dann aber für ein "Vielleicht hast du Recht" und ging dann dazu über, mir wieder zu erzählen, von ihrer Kindheit und von ihrem toten Mann.
Und wieder, dass mein Vater so einen festen Platz in ihrem Herzen habe, aber es so nicht weitergehen könne und er das nicht einsehen wolle.
Zwei Stunden lang saß ich im Fenster und hörte der Vatersfreundin und ihrem Weltuntergang zu, während die Sonne komplett verschwand und mein Tee, so wie übrigens auch mein Rücken, immer kälter wurde.
So lange hatte sie mit ihm nicht geredet, über das, was ihre Welt untergehen ließ, sagte sie. Aber so oft hätte sie es thematisiert, und nie habe er es richtig angehört.
Sie glaube, er könne sich nicht ändern.
"Doch, kann er." Da ist er wieder, mein Optimismus der Verzweifelten. "Es dauert nur".
Sie wolle aber nicht so lange warten.
"Ist er dir so wenig wert?"
Er bedeute ihr so viel..
"Dann gib ihm die Chance. Du hast von Anfang an gewusst, worauf du dich einlässt, er hat dir gesagt, worauf du dich einlässt, ich habe es dir gesagt. Du weißt, wie er erzogen worden ist und du weißt, was mit meiner Mutter war. Also musst du entweder damit klarkommen oder nicht.Wenn du es tust, dann geht es weiter, wenn nicht, musst du einen Schlussstrich ziehen."
Sie habe ihm schon mehrere Chancen gegeben.
"Manches braucht mehrere Anläufe. Er ist ja auch nicht innerhalb eines Tages zu dem geworden,was er jetzt ist".
Und da sind noch Reste von Menschlichkeit in ihm; daran glaube ich.
Da sind Reste meines Vaters, und die lasse ich nicht einfach so gehen.
Wenn sie ihn gehen lassen will, soll sie es machen, aber ich lasse ihn nicht gehen. Punkt.
Die Weltfremde, bei der sie immer putzt, habe gesagt, sie solle einen Schlussstrich ziehen, bevor es zu schwierig wird, erzählte die Vatersfreundin schließlich. Aber es sei so schwer.
-"Lieben tut weh".
Da habe ich etwas Wahres gesagt. Ihr Mann sei auch so jemand wie mein Vater gewesen, fing sie an, und wieder wurde die Vergangenheit ausgepackt und vor mir seziert.
Man hält sich eben an vertraute Muster.
Habe mich nicht getraut, ihr zu sagen, dass wir uns im Kreis drehen, und so drehten wir uns weiter im Kreis, bis schließlich auch ihr schwindlig wurde und sie beschloss, aufzulegen, um ihr gedankenschweres Hirn zu beruhigen, schließlich müsse sie morgen arbeiten.
"Und denk dran, mein Angebot gilt!", waren ihre Abschiedsworte, dann legte sie auf.
Und ich saß in meinem Fenster, mit meinem kalten Tee in der kalten Katzentasse, dem Rücken am kalten Mauerwerk hinter mir, mit angewinkelten Beinen und dem Wissen, dass ich gerade keinen Weltuntergang verhindert, aber die Wucht abgedämpft hatte.
Wie schon so oft.
Kaputte Menschen finden sich früher oder später.Immer. Und kollidieren. Und gehen weiter kaputt. Finden sich wieder. Kollidieren.
Das ewig gleiche Spiel, mit Folgeschäden, die sich Runde um Runde immer mehr steigern, und eine Möglichkeit zum Aussteigen gibt es nicht, auch nicht bei Totalschaden; manchmal glaube ich, irgendjemand mit einem sehr makaberen Humor hat mir die Mechanikermütze aufgesetzt.
Aber ich kann da nichts reparieren, weil nichts mehr übrig ist, das man reparieren könnte; also mache ich das, was sie uns auch beibringen für draußen, für den Ernstfall: Nicht sagen, das ist jetzt dein Ende, nicht sagen, du wist wieder völlig gesund, sondern da sein.
Dasein und sagen, dass alles gut wird, irgendwie.
Mehr kann ich doch auch nicht..
Eigentlich war es zu kalt, um in Top und Sporthose in einem Fenster zu sitzen, den Rücken am Mauerwerk, die Füße gegen die gegenüberliegende Seite gedrückt und die Beine angewinkelt, aber mir war nach Imfenstersitzen gewesen, und zumindest meine Tasse war warm.
Eine bunte Tasse war es, fröhlich-grün mit dicken, zufrieden-gelben Comickatzen drauf, meine Mutter hatte sie mal gratis bekommen und ich hatte die dicken gelben Comickatzen zusammen mit rosa-roten Schafen und orangen Hunden vor dem Tod durch lebendiges Begraben in der Restmülltonne gerettet, indem ich mich weigerte, sie rauszurücken.
Das rationale Argument "Wir brauchen auch Tassen, in die mehr als 200ml reinpassen" hatte schließlich gezogen und so konnte ich auf der Fensterbank sitzen und aus der Tasse, die eigentlich nicht einmal schön war, warmen Tee bei frostigen Spätabendtemperaturen trinken, als die Welt unterging.
Ich habe nicht sofort realisiert, dass die Welt unterging, als das Telefon klingelte; sicher, das Bauchgefühl deutete sowas dezent an, aber ich verlasse mich nicht immer darauf; und richtige Vorzeichen gab es ja keine, selbst der Kater döste weiter auf dem Sitzplatz meines Vaters, so war ich dann auch relativ unvorbereitet, als mir nach Abheben des Telefons unkontrolliertes Schniefen und Schluchzen entgegenschallte.
Ein Blick aufs Display enthüllte, dass es sich bei dem schniefenden Etwas um die Vatersfreundin handelte, die, nachdem sie mich beinahe eine Minute angeschluchzt hatte, wieder etwas ruhiger wurde, soweit man bei ihr eben von "ruhig" sprechen kann.
"Wollte dir nur sagen,dass ich dich und die Katze jederzeit abhol, wenns dir zu viel wird, musst nur anrufen!"
.Sicher, und nur deswegen rufst du an und heulst mir derart schlimm durchs Telefon, dass ich Angst haben muss, dass du die ganze Wohnung unter Wasser setzt. ... Mir schwante Böses.
-"Danke. Darf man fragen,was los ist, weil du weinst?"
Tja,und dann ging auf einmal die Welt unter.
Mein Vater, dieser furchtbare Mensch, legte die Vatersfreundin los und zählte alles auf, all die Eigenschaften, die er nun einmal hat, deren Ursprung und Verwurzelung in all dem, was war, ich ihr so oft erklärt habe, die sie immer nur halb wahrhaben wollte, die sie in einer Sekunde "glasklar" sieht, angeblich, und von denen sie in der nächsten nichts mehr hören wil.
Schildert es, die Probleme. Er, der keine Gefühle zeigen kann. Er, der grimmig schaut, wenn sie mit anderen Männern tanzt. Er, der nie spricht, wenn sie mit der Vatersfreundinverwandschaft unterwegs sind.
Er, der so rücksichtslos ist. Er, der so gefühlskalt ist.
Er, der immer denkt, seine Meinung sei die einzig richtige.
Er, der nichts mehr von seiner Tochter wissen will.
Er, der davon ausgeht, dass nur er selbst Ahnung hat.
Er, der nicht auf die Idee kommt, dass andere Menschen auch einmal etwas sinnvolles sagen könnten.
Er, der so in diesen verkrusteten Denkmustern festklebt, die ihm als Kind eingeprügelt wurden.
Und vor lauter traditionsbedingter Blindheit nicht sieht, dass sie falsch sind.
Sie redete und redete, die Vatersfreundin, und erzählte mir dabei all das,was ich sowieso schon wusste.
Was sie hätte sehen können, hätte sie es wahrhaben wollen, eine Sekunde lang nachgedacht, oder zugehört, wenn in einer ihrer gerne einberufenen und mittendrin mit einem "und ab jetzt wird alles anders" vorzeitig abgebrochenen Krisensitzungen all das von mir thematisiert wurde,leise zwar, aber so, dass sie es hören konnte, und er auch.
Man hätte es hören und verstehen können, hätte man mich ausreden lassen. Hätte er mich ausreden lassen,ohne böse zu lachen,
hätte sie mich ausreden lassen, ohne in ihre pathetische und zu laute Wortkannonade zu fallen, hätte es uns vielleicht den Weltuntergang erspart.
Eigentlich war es kein unvorhersehbarer Weltuntergang, wir hatten das in letzter Zeit öfter.
Sicher, es steigerte sich, aber die Vatersfreundin hatte in letzter Zeit schon mehrmals an meiner Schulter gejammert und mir ihr Leid geklagt, und so oft hatte sie, wie beim Weltuntergang auch, hochdramatisch ausgerufen, sie halte das alles nicht mehr aus.
Im letzten Weltuntergang sagte sie es.
Sagte, sie würde das ja nicht länger aushalten, in unserem Haus müsse man ja anfangen, zu trinken.
Ich hätte ihr am liebsten durch die Telefonleitung hindurch einen Tritt ins Gesicht verpasst, und zwar mit Stiefeln.
Unterließ es aber, statdessen ließ ich sie weiter den Raum mit ihrer Verzweiflung fluten,einfach weiter, bis es ihr dann wirklich etwas besser ging.
Wenn ich das irgendwann nicht mehr aushalte in den Ferien,kann ich zu ihr, betonte sie wieder.
Ich musste lachen. Vatersfreundin, ich halte das seit fünf Jahren nicht mehr aus. Und davor habe ich es so lange nicht mehr ausgehalten, wie mein Gedächtnis zurückreicht.
Habe es laut gesagt. Einfach so.
Ja, da könnte ich wohl recht haben, sagte sie. Scheint es langsam einzusehen, nach diesen vielen Monaten.
Man kann kaputte Vasen zusammenkleben, sodass sie fast wieder wie neu aussehen, aber keine kaputten Menschen.
Umtauschen kann man sie auch nicht, also bleiben notdürftige Reparatur oder einfach liegenlassen als einzige Optionen.
Ich weiß nicht, welche ich gerade mit mir praktiziere.
"Vatersfreundin, mein Papa ist kaputt. Physisch kaputt und psychisch kaputt. Ich bin es auch", werfe ich ihr entgegen.
-"Ja, da hast du recht. Und der macht sich ja immer kaputter, immer kaputter macht er sich, immer nur Arbeit, und sein beschissenes Rotes Kreuz da. Sind ja alle immer wichtiger als die Familie.Kein Wunder, dass der kaputt ist."
"Du bist es auch." Kaputte Menschen finden sich immer gegenseitig.
Sie schluckte hörbar und setze anscheinend schon zu einer Erwiderung an, entschied sich dann aber für ein "Vielleicht hast du Recht" und ging dann dazu über, mir wieder zu erzählen, von ihrer Kindheit und von ihrem toten Mann.
Und wieder, dass mein Vater so einen festen Platz in ihrem Herzen habe, aber es so nicht weitergehen könne und er das nicht einsehen wolle.
Zwei Stunden lang saß ich im Fenster und hörte der Vatersfreundin und ihrem Weltuntergang zu, während die Sonne komplett verschwand und mein Tee, so wie übrigens auch mein Rücken, immer kälter wurde.
So lange hatte sie mit ihm nicht geredet, über das, was ihre Welt untergehen ließ, sagte sie. Aber so oft hätte sie es thematisiert, und nie habe er es richtig angehört.
Sie glaube, er könne sich nicht ändern.
"Doch, kann er." Da ist er wieder, mein Optimismus der Verzweifelten. "Es dauert nur".
Sie wolle aber nicht so lange warten.
"Ist er dir so wenig wert?"
Er bedeute ihr so viel..
"Dann gib ihm die Chance. Du hast von Anfang an gewusst, worauf du dich einlässt, er hat dir gesagt, worauf du dich einlässt, ich habe es dir gesagt. Du weißt, wie er erzogen worden ist und du weißt, was mit meiner Mutter war. Also musst du entweder damit klarkommen oder nicht.Wenn du es tust, dann geht es weiter, wenn nicht, musst du einen Schlussstrich ziehen."
Sie habe ihm schon mehrere Chancen gegeben.
"Manches braucht mehrere Anläufe. Er ist ja auch nicht innerhalb eines Tages zu dem geworden,was er jetzt ist".
Und da sind noch Reste von Menschlichkeit in ihm; daran glaube ich.
Da sind Reste meines Vaters, und die lasse ich nicht einfach so gehen.
Wenn sie ihn gehen lassen will, soll sie es machen, aber ich lasse ihn nicht gehen. Punkt.
Die Weltfremde, bei der sie immer putzt, habe gesagt, sie solle einen Schlussstrich ziehen, bevor es zu schwierig wird, erzählte die Vatersfreundin schließlich. Aber es sei so schwer.
-"Lieben tut weh".
Da habe ich etwas Wahres gesagt. Ihr Mann sei auch so jemand wie mein Vater gewesen, fing sie an, und wieder wurde die Vergangenheit ausgepackt und vor mir seziert.
Man hält sich eben an vertraute Muster.
Habe mich nicht getraut, ihr zu sagen, dass wir uns im Kreis drehen, und so drehten wir uns weiter im Kreis, bis schließlich auch ihr schwindlig wurde und sie beschloss, aufzulegen, um ihr gedankenschweres Hirn zu beruhigen, schließlich müsse sie morgen arbeiten.
"Und denk dran, mein Angebot gilt!", waren ihre Abschiedsworte, dann legte sie auf.
Und ich saß in meinem Fenster, mit meinem kalten Tee in der kalten Katzentasse, dem Rücken am kalten Mauerwerk hinter mir, mit angewinkelten Beinen und dem Wissen, dass ich gerade keinen Weltuntergang verhindert, aber die Wucht abgedämpft hatte.
Wie schon so oft.
Kaputte Menschen finden sich früher oder später.Immer. Und kollidieren. Und gehen weiter kaputt. Finden sich wieder. Kollidieren.
Das ewig gleiche Spiel, mit Folgeschäden, die sich Runde um Runde immer mehr steigern, und eine Möglichkeit zum Aussteigen gibt es nicht, auch nicht bei Totalschaden; manchmal glaube ich, irgendjemand mit einem sehr makaberen Humor hat mir die Mechanikermütze aufgesetzt.
Aber ich kann da nichts reparieren, weil nichts mehr übrig ist, das man reparieren könnte; also mache ich das, was sie uns auch beibringen für draußen, für den Ernstfall: Nicht sagen, das ist jetzt dein Ende, nicht sagen, du wist wieder völlig gesund, sondern da sein.
Dasein und sagen, dass alles gut wird, irgendwie.
Mehr kann ich doch auch nicht..
