Thema: gefunden.
31. März 11 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
"If you watch closely enough you can guess how someone will look
like on his last days
You can become someone else or your own enemy
gazing into space, so look at me
So look at me
Try to look at me
When everything is falling apart
I’m trying to collect the pieces
When everyone just seems to mess it up
I just scream into their faces
I will let you know that I’m OK
What would I do to live this dream
There’s beauty in my hands but will I be able
to handle this
There are so many ways to prove that you’re alive
And this is mine, so look at me
So look at me
I hate the way you look at me
When everything is falling apart
I’m trying to collect the pieces
When everyone just seems to mess it up
I just scream into their faces
Scream
Scream
Scream"
Leider ist nirgends ein Video davon zu finden, schade.
Der Text ist aber auch toll und hat "Drückt alles aus, was ich nicht sagen kann"-Potential.
like on his last days
You can become someone else or your own enemy
gazing into space, so look at me
So look at me
Try to look at me
When everything is falling apart
I’m trying to collect the pieces
When everyone just seems to mess it up
I just scream into their faces
I will let you know that I’m OK
What would I do to live this dream
There’s beauty in my hands but will I be able
to handle this
There are so many ways to prove that you’re alive
And this is mine, so look at me
So look at me
I hate the way you look at me
When everything is falling apart
I’m trying to collect the pieces
When everyone just seems to mess it up
I just scream into their faces
Scream
Scream
Scream"
Leider ist nirgends ein Video davon zu finden, schade.
Der Text ist aber auch toll und hat "Drückt alles aus, was ich nicht sagen kann"-Potential.
Thema: monolog
...ich würde alles geben..
(aus 100Kilo von Muff Potter)
Tendenziell falle ich in die Kategorie weltfremd und meine Gedanken in jene der "hoffnungslosen Fälle", "unmöglichen Träumereien", you see, für mich sind die Schubladen reserviert, mit denen sonst keine Sau was anfangen kann, was nur ein weiteres Argument dafür darstellt, dass ich es im Leben zu nichts bringen und wahlweise unter der Brücke, in der Irrenanstalt oder, im Idealfall als Hausfrau und Mutter hinterm Herd und aufgrund eines mittelautoritären Ehemannes in meiner Freiheit eher..eingeschränkt enden werde.
Soweit die Zusammenfassung der Meinung meiner Verwandtschaft und meines wunderbaren (hust,hust) Heimatdorfes.
Falls es so weit kommt, dass die alte Sache zum männlichen Wesen an meiner Seite aufsteigt und wider Erwarten einmal mit der lieben Verwandtschaft zusammentrifft (etwas, was ich zu vermeiden versuchte und auch weiter versuchen werde), wirds interessant. Gleich zwei langhaarige Bombenleger in ausgebleichten Jeans, Bandshirts und Karohemden ertragen sie glaube ich nicht.
Da es sowieso auf andauernde Abkapselung meinerseits ab Erreichen der Volljährigkeit herausläuft, kann mir das aber relativ egal sein.
"Was denkt ihr, wie wird eure Zukunft aussehen? Please answer in english."
Erstmal möchte ich von meinen Lehrern bitte durchgehend gesiezt werden, vielen Dank. Des weiteren plane ich, nach bestandener Führerscheinprüfung ein- bis zwei Wochen, vorzugsweise in einem Hippiebus, quer durch Deutschland zu fahren, zu bleiben, wo es mir gefällt und wie lange ich möchte, und bei dieser Gelegenheit diverse Unis zu besichtigen und die dazugehörigen Städte wohl auch.
In näherer Zukunft sind neben einigen Erweiterungen meiner Metallsammlung und diversen Konzert- und Festivalbesuchen (soweit im finanzierbaren Rahmen) keine größeren Aktionen geplant, sieht man von der Entmüllung meines Zimmers, einem eventuellen Besuch beim Jugendamt und dem Umlagern der Sache mit der alten Sache auf eine höhere/engere/"bessere" Ebene, emotionale Stabilität und Fähigkeit meinerseits vorausgesetzt (....schön wärs, wenn wenigstens eines davon sich blicken lassen würde..), ab.
"What about you, ..?"
Bin ich das niedlich-putzig-harmlose Retter-Eichhörnchen der Nation, oder wieso bin immer ich das Opfer für "freiwillige" Beiträge?
"Well, I don't think you can say something about your future now and expect it to happen because your situation changes every second, and while you can practically live for something at the moment, it's possible that you won't even think about it anymore in two months."
Man, war ich wieder geistreich und habe erfolgreich abgelenkt, auch davon, dass ich nebenher meine Physikhausaufgabe erledigt habe.
Hoch lebe mein Gehirn, Anti-6-Jahres-Problem, Daumendrücken in Sachen alte Sache erwünscht, verflucht seien alle Männer, die zu blöd sind, um sich zu melden, versuchen wir weiterhin, unmögliches möglich und Wunder zur Realität zu machen, und das wichtigste zum Schluss: Einfach weiteratmen.
Ich glaub, mein Schädel explodiert und reißt den Rest gleich mit in Fetzen.
(aus 100Kilo von Muff Potter)
Tendenziell falle ich in die Kategorie weltfremd und meine Gedanken in jene der "hoffnungslosen Fälle", "unmöglichen Träumereien", you see, für mich sind die Schubladen reserviert, mit denen sonst keine Sau was anfangen kann, was nur ein weiteres Argument dafür darstellt, dass ich es im Leben zu nichts bringen und wahlweise unter der Brücke, in der Irrenanstalt oder, im Idealfall als Hausfrau und Mutter hinterm Herd und aufgrund eines mittelautoritären Ehemannes in meiner Freiheit eher..eingeschränkt enden werde.
Soweit die Zusammenfassung der Meinung meiner Verwandtschaft und meines wunderbaren (hust,hust) Heimatdorfes.
Falls es so weit kommt, dass die alte Sache zum männlichen Wesen an meiner Seite aufsteigt und wider Erwarten einmal mit der lieben Verwandtschaft zusammentrifft (etwas, was ich zu vermeiden versuchte und auch weiter versuchen werde), wirds interessant. Gleich zwei langhaarige Bombenleger in ausgebleichten Jeans, Bandshirts und Karohemden ertragen sie glaube ich nicht.
Da es sowieso auf andauernde Abkapselung meinerseits ab Erreichen der Volljährigkeit herausläuft, kann mir das aber relativ egal sein.
"Was denkt ihr, wie wird eure Zukunft aussehen? Please answer in english."
Erstmal möchte ich von meinen Lehrern bitte durchgehend gesiezt werden, vielen Dank. Des weiteren plane ich, nach bestandener Führerscheinprüfung ein- bis zwei Wochen, vorzugsweise in einem Hippiebus, quer durch Deutschland zu fahren, zu bleiben, wo es mir gefällt und wie lange ich möchte, und bei dieser Gelegenheit diverse Unis zu besichtigen und die dazugehörigen Städte wohl auch.
In näherer Zukunft sind neben einigen Erweiterungen meiner Metallsammlung und diversen Konzert- und Festivalbesuchen (soweit im finanzierbaren Rahmen) keine größeren Aktionen geplant, sieht man von der Entmüllung meines Zimmers, einem eventuellen Besuch beim Jugendamt und dem Umlagern der Sache mit der alten Sache auf eine höhere/engere/"bessere" Ebene, emotionale Stabilität und Fähigkeit meinerseits vorausgesetzt (....schön wärs, wenn wenigstens eines davon sich blicken lassen würde..), ab.
"What about you, ..?"
Bin ich das niedlich-putzig-harmlose Retter-Eichhörnchen der Nation, oder wieso bin immer ich das Opfer für "freiwillige" Beiträge?
"Well, I don't think you can say something about your future now and expect it to happen because your situation changes every second, and while you can practically live for something at the moment, it's possible that you won't even think about it anymore in two months."
Man, war ich wieder geistreich und habe erfolgreich abgelenkt, auch davon, dass ich nebenher meine Physikhausaufgabe erledigt habe.
Hoch lebe mein Gehirn, Anti-6-Jahres-Problem, Daumendrücken in Sachen alte Sache erwünscht, verflucht seien alle Männer, die zu blöd sind, um sich zu melden, versuchen wir weiterhin, unmögliches möglich und Wunder zur Realität zu machen, und das wichtigste zum Schluss: Einfach weiteratmen.
Ich glaub, mein Schädel explodiert und reißt den Rest gleich mit in Fetzen.
Thema: oh happy day.
26. März 11 | Autor: mayhem | 0 Kommentare | Kommentieren
" All the leaves are withering
and the truth comes out of their skin
Some words just really don’t rhyme
but I attempt to all the time
I’ve got nowhere to hide
So I’ll stay right by your side
to create some sympathy
while the words begin to frail
and the notes, they erase themselves
I’ve seen the sheets disappearing in the flames
I’m slowly moving,
slowly moving,
slowly moving
backwards.."
(aus Asterisk von Thoughts Paint The Sky)
Ich hab mich in meinem Verstand verirrt, dabei herausgefunden, was ebenjener denkt, es geschafft, dass er und das Herz sich einig sind und bin jetzt verwirrter und verletzlicher als zuvor.
Immer diese Gefühle.
and the truth comes out of their skin
Some words just really don’t rhyme
but I attempt to all the time
I’ve got nowhere to hide
So I’ll stay right by your side
to create some sympathy
while the words begin to frail
and the notes, they erase themselves
I’ve seen the sheets disappearing in the flames
I’m slowly moving,
slowly moving,
slowly moving
backwards.."
(aus Asterisk von Thoughts Paint The Sky)
Ich hab mich in meinem Verstand verirrt, dabei herausgefunden, was ebenjener denkt, es geschafft, dass er und das Herz sich einig sind und bin jetzt verwirrter und verletzlicher als zuvor.
Immer diese Gefühle.
Thema: persoenlichkeitsfetzen
"You can't let me breathe in
We are falling into deep.."
Vielleicht bin ich ja das Böse.
Vielleicht habe ich Recht damit, die halbironische Bemerkung, Ein Teilscherz aufgrund meines Aussehens, aber vielleicht stimmt es ja.
Er hat ihr gesagt, er denkt darüber nach, auszuziehen.
Die Vaterfreundin warf mir heute vor, mein Vater habe verlauten lassen, er wolle ausziehen von hier, zu ihr.
Sie sagt, es ist meine Schuld.
Sie sagt, ich bin daran Schuld, dass er so ist.
Sie sagt, ich mache ihn kaputt.
Ich will niemanden kaputt machen.
Ich will nichts kaputt machen.
Ich will eines dieser Fastdurchschnittsleben mit ein bisschen Routine, nicht zu viel, nur so viel, das es eben Halt gibt, mit ein wenig Harmonie, aber nicht so viel, das ich kotzen muss. Ein mittelmäßiges Durchschnittsleben will ich.
Vielleicht habe ich ihn jetzt geschockt.
Er hat sich beschwert, über alles mögliche und unmögliche, und irgendwann darüber, dass auf der Arbeitsfläche in der Küche immer mein Teller steht, wenn ich etwas gegessen habe. Hat gesagt, ich würde das für "Das Drecksvieh" alias meine Katze machen.
Ich hab ihm erklärt, dass ich das mache, damit er sieht, dass ich esse.
Damit er sieht, dass ich etwas esse und das regelmäßig mache.
Das er stolz sein kann, eine Tochter mit geordnetem (Ha, ha) und vorhandenem Essverhalten zu haben.
Er hat gesagt, sieht man an deinen komischen Tabletten, die du im Nachttischschränkchen stehen hast.
In meinem Nachttischschrank stehen nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, die ich nehmen muss.
Das habe ich ihm erklären wollen und er meinte, ja sicher, das Kohlenhydratzeug.
Nach einer Denksekunde machte es Klick und ich wusste, dass er von der Dose sprach.
Die Dose, die noch von ihr da war. In der ich Dinge lagere, die ihn nichts angehen. Erinnerungen. In der Dose.
Leer, seit 2007. Ich musste grade rechnen, um ihr Todesjahr wieder zu finden.
Als ich es ihm erklären wollte,kam mein Großvater die Treppe heruntergestapft,mit diesem kindlichen Sinn dafür, immer im falschen Moment hereinzuplatzen, und fing an, über Brennholz zu reden, und ich lief meinem Vater nach, in Socken über Steinboden zur Garage, und als er einfach weiterläuft, fange ich einfach an zu reden. Erkläre, ich nehme sowas nicht. Esse normal. Das kleine Herz krampft sich zusammen und schreit zum Verstand hoch, was fällt dem eigentlich ein, in meinem Zimmer herumzuwühlen, und ich sage ihm, verdammt ich hab abgenommen, auch wenn du es nicht siehst und ich es nicht glaube, falls du es gemerkt hast, ich hab abgenommen. Ich hab 79kg gewogen, zwischendurch, falls du es gemerkt hast, und ich hab im August zwischen 61 und 65kg gewogen, weil ich so fertig war.
Er wiederholt die Zahl, irgendwo zwischen Spott, Hohn und Ungläubigkeit, und ich bestätige es, ja. Aber hast du anscheinend nicht gemerkt..und falls du es gemerkt hast, ich hab wieder zugenommen, 70 bis 71 sind es jetzt. Er sagt nichts, hinter mir taucht die brüchige Stimme meines Großvaters auf, der den Wetterbericht der kommenden Tage herunterbetet, und weder er noch sonstjemand weiß, ob er es mir, meinem Vater oder doch nur sich selbst erzählt.
Der will von daheim ausziehen...
Er macht Anstalten, sein Auto einzuräumen, schläft heute bei ihr.
Mein Großvater redet weiter, ich höre ihn nicht und sehe keinen von ihnen, mein Hirn beginnt zu kreisen und ich sehe sie, dann sehe ich mich und schließlich Szenen des vergangenen Samstags, welche vom Anfang, als es so gut lief, und welche vom Ende, dieses schrecklich schmerzende, grauenvolle Ende, und dann sehe ich wieder sie, wie sie damals dalag, einfach so, sehe sie, so, wie jetzt auch, und ich sehe die Sinnlosigkeit, das alles.
Ich frage ihn, ob ich die Haustür schließen kann, er sagt ja und steigt ins Auto.
Mein Großvater steht erwartungsvoll auf dem Treppenabsatz, er erinnert mich an einen Wellensittich, irgendwie, aber ich bin nicht in Zuhörlaune, nicht jetzt, und so bleibe ich sachlich-distanziert und kurz angebunden, als er anfängt, wieder seine Fragen zu stellen, auf die er eigentlich keine richtige Antwort hören will, bei denen er jede Antwort abwürgt, wenn ihm etwas anderes in den Sinn kommt.
Als ich Anstalten mache, in unsere Wohnung zu gehen, sagt er, er wird noch einmal herunterkommen, ich sage ja und denke mir sarkastisch, ist ja ganz was neues.
Vielleicht bin ich es ja.
Vielleicht bin ich Schuld an allem, oder am Großteil.
Für sie kommt es aufs selbe heraus, und vielleicht ist das ja so.
Vielleicht bin ich ja wirklich weltfremd und mein Denken ist nicht vorhanden oder nur Schwachsinn.
Vielleicht ist es alles meine Schuld, vielleicht hab ich sie und habe es ruiniert.
Das alles.
Und vielleicht auch mich, vielleicht ja sogar mein Leben, diverse Möglichkeiten, Wege, Ziele. Beziehungen. Zwischenmenschliche Gegebenheiten.
Vielleicht funktionieren die angestrebten Neuanfänge deshalb nie, weil sie nichts werden können. Weil ich das Fundament gesprengt, die Bauarbeiter niedergemetzelt und alle Maschinen zerstört habe, ohne es zu wissen oder zu bemerken. Vielleicht ist es ja so.
So viel auf einem Haufen.. und ich muss mich damit herumschlagen, mir Lateinvokabeln in den überfüllten Schädel einzuhämmern, weil der Lehrer von der absurden Idee gesteuert wird, Noten von seinen Schülern zu brauchen, muss meine Leistungsverweigerung beim Sportnotenmachen planen, um nicht nachzugeben, immun zu sein gegen seltsame Blicke, Geläster und die Lehrkraft, um nicht das Weinen anzufangen.
Muss es verarbeiten. Die Sache mit der alten Sache.
Immernoch samstagstraumatisiert, nein, Trauma ist kein Wort dafür. Schmerz. Mehr als sonst, und mehr, als da sein sollte.
In Großbuchstaben mit Blut an meine Schädeldecke geschrieben ICH WILL DAS NICHT, DASS ES SO LÄUFT, Hoffnung wird gerädert und der Rest verbrennt auf dem Scheiterhaufen des Scheiterns. Kann ich bitte mal schnell eine Auszeit haben, so ein paar Wochen lang?
Oder, besser, kann nicht bitte mal schnell alles gut werden und ich mein Mittelmaß-Mittelschicht-Leben haben?
Ich bin mir sicher, dass ich verwechselt wurde, und irgendso ein Überheld, der für seine späteren Memoiren noch eine "tragische Kindheit" braucht, jetzt angekotzt rumsitzt und sich gelangweilt die Birne hohlsäuft, weil er anstelle des versprochenen Dramas ein Mittelmaßleben bekommen hat und ihm das nicht in den Kram passt.
Ich bin die 1,75 Meter messende Leere.
Und wenn ich nicht leer bin, bin ich Schmerz und Trauer/traurig.
Es sollte nie so kommen. Bitte..
Bitte, bestätigt es mir irgendjemand, das es nie so kommen sollte. Bitte sagt mir jemand, dass es nicht so weitergeht, und das es nicht mehr schlimmer wird.
Weißt du, ich glaube, ich kann das nicht.
Ich kann nicht ständig Neuanfänge aus dem Ärmel schütteln, aber ich kann auch nicht so weitermachen.
Ich kann gar nicht weitermachen im Moment und ich bin an einem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht mehr geht.
Sonst ging es weiter, bzw. habe ich weitergemacht; hätte ich aufgehört, als es nicht mehr ging, sähe die Sache anders aus und du hättest, den alten Blog mit eingerechnet, um die 200 Einträge weniger zu lesen und die Welt ein Problem weniger.
Hast du jetzt erwartet, da kommt was in Richtung "So leicht mach ichs der Arschlochwelt aber nicht; jetzt erst recht" ?
Falsch gedacht.
Auch darüber bin ich lange hinaus. So fühlt es sich an, im Moment.
Vielleicht bin ich zu emotional. Hab aufgehört, dagegen anzukämpfen. Dagegen und gegen die Unsicherheit. Akzeptiere beides als gegeben, sieht man vom gelegentlichen Coolnessreflex ab, ging es ziemlich auf Kosten meines Selbstbewusstseins. Damit verbunden auf Kosten meines Humors, der jetzt wesentlich mehr zwischenmenschliche Sicherheit benötigt, um sich zu zeigen; solange bleiben schlechte Witze, dumme Bemerkungen und Idiotie als sichtbare Materialisierungen des Coolnessreflex'.
Sie hat gesagt, er überlegt, auszuziehen.
Ich wollte es gut finden, dann fiel mir ein, dass es nicht umsetzbar ist. Selbst, wenn er für Außenanlagen des Betriebs immer mal dort vorbeifährt, muss er doch regelmäßig ins Lager, das zum Haus dazugehört, und in den Keller.
Meine regenbogenfarben schimmernde Seifenblase zerplatzte wieder.
Aber manchmal, wenn ein wenig Zeit bleibt, werde ich ab jetzt auch davon träumen. Werde in Gedanken saubermachen in der Dreckbude, die unfertigen Wände zu Ende streichen und den Katzenkratzbaum aufstellen, werde mir ein Buch aus dem dann gekauften Billigbücherregal nehmen und mich ganz legal mit der Katze auf dem Bauch aufs Sofa legen, nicht zu früh und nicht zu spät schlafen gehen, und wenn mir danach ist, werde ich in jedem Zimmer Energiesparlampen einschrauben, wieder Pflanzen auf die Fensterbänke stellen, neue Vorhänge nähen oder zumindest die alten waschen, und wenn ich ein Päckchen bekomme, werde ich sicher sein können, dass es bei mir ankommt, ohne vorher gefilzt worden zu sein. Und wenn die Raben über den Pausenhof hüpfen und die Sonne so scheint, dass meine Regenbogengedankentraumseifenblase ganz besonders schön schimmert, kommt die alte Sache eventuell auch vor in der Geschichte.
So lange ich nicht einmal mehr fähig bin, meinen Verstand in Tagträumen und Wunschdenken zu versenken, bleibt nichts außer eben auf dem Scheiterhaufen mitzubrennen.
Could somebody save me please?
Einfach weiterexistieren. Selbst dafür reichts wohl nur ganz knapp.
We are falling into deep.."
Vielleicht bin ich ja das Böse.
Vielleicht habe ich Recht damit, die halbironische Bemerkung, Ein Teilscherz aufgrund meines Aussehens, aber vielleicht stimmt es ja.
Er hat ihr gesagt, er denkt darüber nach, auszuziehen.
Die Vaterfreundin warf mir heute vor, mein Vater habe verlauten lassen, er wolle ausziehen von hier, zu ihr.
Sie sagt, es ist meine Schuld.
Sie sagt, ich bin daran Schuld, dass er so ist.
Sie sagt, ich mache ihn kaputt.
Ich will niemanden kaputt machen.
Ich will nichts kaputt machen.
Ich will eines dieser Fastdurchschnittsleben mit ein bisschen Routine, nicht zu viel, nur so viel, das es eben Halt gibt, mit ein wenig Harmonie, aber nicht so viel, das ich kotzen muss. Ein mittelmäßiges Durchschnittsleben will ich.
Vielleicht habe ich ihn jetzt geschockt.
Er hat sich beschwert, über alles mögliche und unmögliche, und irgendwann darüber, dass auf der Arbeitsfläche in der Küche immer mein Teller steht, wenn ich etwas gegessen habe. Hat gesagt, ich würde das für "Das Drecksvieh" alias meine Katze machen.
Ich hab ihm erklärt, dass ich das mache, damit er sieht, dass ich esse.
Damit er sieht, dass ich etwas esse und das regelmäßig mache.
Das er stolz sein kann, eine Tochter mit geordnetem (Ha, ha) und vorhandenem Essverhalten zu haben.
Er hat gesagt, sieht man an deinen komischen Tabletten, die du im Nachttischschränkchen stehen hast.
In meinem Nachttischschrank stehen nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, die ich nehmen muss.
Das habe ich ihm erklären wollen und er meinte, ja sicher, das Kohlenhydratzeug.
Nach einer Denksekunde machte es Klick und ich wusste, dass er von der Dose sprach.
Die Dose, die noch von ihr da war. In der ich Dinge lagere, die ihn nichts angehen. Erinnerungen. In der Dose.
Leer, seit 2007. Ich musste grade rechnen, um ihr Todesjahr wieder zu finden.
Als ich es ihm erklären wollte,kam mein Großvater die Treppe heruntergestapft,mit diesem kindlichen Sinn dafür, immer im falschen Moment hereinzuplatzen, und fing an, über Brennholz zu reden, und ich lief meinem Vater nach, in Socken über Steinboden zur Garage, und als er einfach weiterläuft, fange ich einfach an zu reden. Erkläre, ich nehme sowas nicht. Esse normal. Das kleine Herz krampft sich zusammen und schreit zum Verstand hoch, was fällt dem eigentlich ein, in meinem Zimmer herumzuwühlen, und ich sage ihm, verdammt ich hab abgenommen, auch wenn du es nicht siehst und ich es nicht glaube, falls du es gemerkt hast, ich hab abgenommen. Ich hab 79kg gewogen, zwischendurch, falls du es gemerkt hast, und ich hab im August zwischen 61 und 65kg gewogen, weil ich so fertig war.
Er wiederholt die Zahl, irgendwo zwischen Spott, Hohn und Ungläubigkeit, und ich bestätige es, ja. Aber hast du anscheinend nicht gemerkt..und falls du es gemerkt hast, ich hab wieder zugenommen, 70 bis 71 sind es jetzt. Er sagt nichts, hinter mir taucht die brüchige Stimme meines Großvaters auf, der den Wetterbericht der kommenden Tage herunterbetet, und weder er noch sonstjemand weiß, ob er es mir, meinem Vater oder doch nur sich selbst erzählt.
Der will von daheim ausziehen...
Er macht Anstalten, sein Auto einzuräumen, schläft heute bei ihr.
Mein Großvater redet weiter, ich höre ihn nicht und sehe keinen von ihnen, mein Hirn beginnt zu kreisen und ich sehe sie, dann sehe ich mich und schließlich Szenen des vergangenen Samstags, welche vom Anfang, als es so gut lief, und welche vom Ende, dieses schrecklich schmerzende, grauenvolle Ende, und dann sehe ich wieder sie, wie sie damals dalag, einfach so, sehe sie, so, wie jetzt auch, und ich sehe die Sinnlosigkeit, das alles.
Ich frage ihn, ob ich die Haustür schließen kann, er sagt ja und steigt ins Auto.
Mein Großvater steht erwartungsvoll auf dem Treppenabsatz, er erinnert mich an einen Wellensittich, irgendwie, aber ich bin nicht in Zuhörlaune, nicht jetzt, und so bleibe ich sachlich-distanziert und kurz angebunden, als er anfängt, wieder seine Fragen zu stellen, auf die er eigentlich keine richtige Antwort hören will, bei denen er jede Antwort abwürgt, wenn ihm etwas anderes in den Sinn kommt.
Als ich Anstalten mache, in unsere Wohnung zu gehen, sagt er, er wird noch einmal herunterkommen, ich sage ja und denke mir sarkastisch, ist ja ganz was neues.
Vielleicht bin ich es ja.
Vielleicht bin ich Schuld an allem, oder am Großteil.
Für sie kommt es aufs selbe heraus, und vielleicht ist das ja so.
Vielleicht bin ich ja wirklich weltfremd und mein Denken ist nicht vorhanden oder nur Schwachsinn.
Vielleicht ist es alles meine Schuld, vielleicht hab ich sie und habe es ruiniert.
Das alles.
Und vielleicht auch mich, vielleicht ja sogar mein Leben, diverse Möglichkeiten, Wege, Ziele. Beziehungen. Zwischenmenschliche Gegebenheiten.
Vielleicht funktionieren die angestrebten Neuanfänge deshalb nie, weil sie nichts werden können. Weil ich das Fundament gesprengt, die Bauarbeiter niedergemetzelt und alle Maschinen zerstört habe, ohne es zu wissen oder zu bemerken. Vielleicht ist es ja so.
So viel auf einem Haufen.. und ich muss mich damit herumschlagen, mir Lateinvokabeln in den überfüllten Schädel einzuhämmern, weil der Lehrer von der absurden Idee gesteuert wird, Noten von seinen Schülern zu brauchen, muss meine Leistungsverweigerung beim Sportnotenmachen planen, um nicht nachzugeben, immun zu sein gegen seltsame Blicke, Geläster und die Lehrkraft, um nicht das Weinen anzufangen.
Muss es verarbeiten. Die Sache mit der alten Sache.
Immernoch samstagstraumatisiert, nein, Trauma ist kein Wort dafür. Schmerz. Mehr als sonst, und mehr, als da sein sollte.
In Großbuchstaben mit Blut an meine Schädeldecke geschrieben ICH WILL DAS NICHT, DASS ES SO LÄUFT, Hoffnung wird gerädert und der Rest verbrennt auf dem Scheiterhaufen des Scheiterns. Kann ich bitte mal schnell eine Auszeit haben, so ein paar Wochen lang?
Oder, besser, kann nicht bitte mal schnell alles gut werden und ich mein Mittelmaß-Mittelschicht-Leben haben?
Ich bin mir sicher, dass ich verwechselt wurde, und irgendso ein Überheld, der für seine späteren Memoiren noch eine "tragische Kindheit" braucht, jetzt angekotzt rumsitzt und sich gelangweilt die Birne hohlsäuft, weil er anstelle des versprochenen Dramas ein Mittelmaßleben bekommen hat und ihm das nicht in den Kram passt.
Ich bin die 1,75 Meter messende Leere.
Und wenn ich nicht leer bin, bin ich Schmerz und Trauer/traurig.
Es sollte nie so kommen. Bitte..
Bitte, bestätigt es mir irgendjemand, das es nie so kommen sollte. Bitte sagt mir jemand, dass es nicht so weitergeht, und das es nicht mehr schlimmer wird.
Weißt du, ich glaube, ich kann das nicht.
Ich kann nicht ständig Neuanfänge aus dem Ärmel schütteln, aber ich kann auch nicht so weitermachen.
Ich kann gar nicht weitermachen im Moment und ich bin an einem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht mehr geht.
Sonst ging es weiter, bzw. habe ich weitergemacht; hätte ich aufgehört, als es nicht mehr ging, sähe die Sache anders aus und du hättest, den alten Blog mit eingerechnet, um die 200 Einträge weniger zu lesen und die Welt ein Problem weniger.
Hast du jetzt erwartet, da kommt was in Richtung "So leicht mach ichs der Arschlochwelt aber nicht; jetzt erst recht" ?
Falsch gedacht.
Auch darüber bin ich lange hinaus. So fühlt es sich an, im Moment.
Vielleicht bin ich zu emotional. Hab aufgehört, dagegen anzukämpfen. Dagegen und gegen die Unsicherheit. Akzeptiere beides als gegeben, sieht man vom gelegentlichen Coolnessreflex ab, ging es ziemlich auf Kosten meines Selbstbewusstseins. Damit verbunden auf Kosten meines Humors, der jetzt wesentlich mehr zwischenmenschliche Sicherheit benötigt, um sich zu zeigen; solange bleiben schlechte Witze, dumme Bemerkungen und Idiotie als sichtbare Materialisierungen des Coolnessreflex'.
Sie hat gesagt, er überlegt, auszuziehen.
Ich wollte es gut finden, dann fiel mir ein, dass es nicht umsetzbar ist. Selbst, wenn er für Außenanlagen des Betriebs immer mal dort vorbeifährt, muss er doch regelmäßig ins Lager, das zum Haus dazugehört, und in den Keller.
Meine regenbogenfarben schimmernde Seifenblase zerplatzte wieder.
Aber manchmal, wenn ein wenig Zeit bleibt, werde ich ab jetzt auch davon träumen. Werde in Gedanken saubermachen in der Dreckbude, die unfertigen Wände zu Ende streichen und den Katzenkratzbaum aufstellen, werde mir ein Buch aus dem dann gekauften Billigbücherregal nehmen und mich ganz legal mit der Katze auf dem Bauch aufs Sofa legen, nicht zu früh und nicht zu spät schlafen gehen, und wenn mir danach ist, werde ich in jedem Zimmer Energiesparlampen einschrauben, wieder Pflanzen auf die Fensterbänke stellen, neue Vorhänge nähen oder zumindest die alten waschen, und wenn ich ein Päckchen bekomme, werde ich sicher sein können, dass es bei mir ankommt, ohne vorher gefilzt worden zu sein. Und wenn die Raben über den Pausenhof hüpfen und die Sonne so scheint, dass meine Regenbogengedankentraumseifenblase ganz besonders schön schimmert, kommt die alte Sache eventuell auch vor in der Geschichte.
So lange ich nicht einmal mehr fähig bin, meinen Verstand in Tagträumen und Wunschdenken zu versenken, bleibt nichts außer eben auf dem Scheiterhaufen mitzubrennen.
Einfach weiterexistieren. Selbst dafür reichts wohl nur ganz knapp.
