Wenn man nach fast fünf Monaten feststellt, dass einem definitiv doch was am Partner liegt, ist das prinzipiell sehr erfreulich und bietet Happy End-Potenzial.

Wenn auch nach wochenlangem Nicht-Sehen ein einfaches Auftrittsfoto von Mr.Gaunt ausreicht, um meine neugewonnene und noch ziemlich fragile "Ich bleibe beim Raucher"-Überzeugung in ihren Grundfesten zu erschüttern, zerwalzt das alles Happy End-Potenzial und ist richtig beschissen schmerzhaft.


Morgen Vaterschaftstest, danach ein Besuch beim frohmbwahsroten Polo, der mir eigentlich sowas von egal ist, genau wie meine (nicht vorhandene) Sicherheit in meiner französischen Klapperkiste und überhaupt fast alles.
Vier- bis fünfhundert kriege ich wohl noch fürs Mayhemmobil im jetzigen Zustand, mehr wäre drin, wenn ich sehr viel Glück hätte oder es wie der Autohändler damals machen und potenzielle Käufer halblegal über den Tisch ziehen würde.
Mache ich aber nicht.
Weder Leute über den Tisch ziehen, noch auf mein Glück vertrauen.


Eigentlich will ich mein Auto nicht hergeben.
Kann aber auch nicht damit leben,wenn es von selbst beschleunigt und auch bei Plusgraden mindestens sieben Minuten braucht, um asthmatisch röchelnd dann doch noch anzuspringen, irgendwann.
Alles andere sehe ich inzwischen als charmante kleine Macken an, oder als Herausforderung.


Und eigentlich will ich keinen Liebeskummer trotz halbwegs glücklicher Beziehung, und das ganze Chaos, das sich ergibt, weil meinem bekloppten Herz einfällt, dass der Raucher zwar doch irgendwas bedeutet, aber das blöderweise überhaupt nichts an der Situation mit Mr.Gaunt ändert, erst recht nicht, und mein Wohnungschaos, und mein Gedankenkarussell, und akute Einsamkeit, und die ganzen Ängste und Angstzustände,die mein Gehirn produziert, auch nicht.


Aber ich hatte ja schon immer Probleme damit, meinen Willen gegen höhere Mächte durchzusetzen, egal, ob es meine Mutter, Papa Mayhem, das ominöse Schicksal, oder nur meine eigenen Gefühle waren.