Montag, 3. Januar 2011
Thema: monolog
Nein, kein ernsthaftes Problem wie zu fest sitzende Schrauben, sondern ein zwischenmenschliches Problemchen, eins von der Sorte das mich schon wieder ein Stückchen mitnimmt.

Das ich mittelschwer schüchtern veranlagt bin, habe ich bereits erwähnt, oder?
Trotzdem habe ich ihn in einem relativ bekannten sozialen Netzwerk zu meinen Kontakten hinzugefügt, was er aber seid 4Tagen nicht bestätigt hat, auch wenn er laut Mitsanitäterin regelmäßig dort online ist.
Da er einer der gefühlten 200Empfänger der Planungsmail für den Stammtisch war, habe ich auch seine Mailadresse, wir waren ja beide Empfänger.
Abwarten, bis er die Kontaktanfrage annimmt und ihn dann darauf ansprechen, dass ich nicht zum Konzert mitkann (um ein Gesprächsthema zu habn) aber man sich ja vielleicht in der Absteige mal sieht?
Oder die Tatsache, dass seine Mail im Verteiler steht, ausnutzen und ihm da auch noch schreiben?
Ist das zu aufdringlich? Und eigentlich müsste er doch in seinen Mails sehen, dass ich ihm eine Kontaktanfrage geschickt habe?
Und rafft er, dass ich seine Mailadresse aus dem Vereteiler habe und ist das nicht zu nachstalkhaft und was soll ich jetzt eigentlich machen und waaah.
Meine armen Nerven.
Sinnvolle Beiträge nicht erwartet, aber erwünscht.
Mitmachbloggen, wasweißich.
Hilfe.

P.S.:Nach dauerhaftem Herumärgern und nichtmehreinloggenkönnen hab ich mich jetzt beim Feind mit dem nicht vorhandenen Datenschutz Gugl eingerichtet, natürlich doof wie ich bin ohne mir irgendwo die wichtigsten Mailadressen zu notieren. Bei Bedarf geb ich meine raus, dann bitte kurz was schreiben, damit ich die andere Adresse auch hab.




Thema: gefunden.
"When I was one-and-twenty
I heard a wise man say,
"Give crowns and pounds and guineas
But not your heart away;
Give pearls away and rubies
But keep your fancy free."
But I was one-and-twenty,
No use to talk to me.

When I was one-and-twenty
I heard him say again,
"The heart out of the bosom
Was never given in vain;
'Tis paid with sighs-a-plenty
And sold for endless rue."
And I am two-and-twenty,
And oh, 'tis true, 'tis true.
"
( When I was One-and-Twenty von A.E.Housman)

Es soll nicht schon wieder..so enden.
Sicher, ich bin vorbelastet. Deshalb nicht automatisch verletzlicher.( Ich und verletzlich, pah. Als ob ich Gefühle hätte.)
Aber vielleicht empfindlicher.(?)
Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken/Sorgen, und eigentlich ist alles in Ordnung.
Ich hoffe es, glaube ich.
Wär doch mal ganz schön, so zur Awechslung.




Samstag, 1. Januar 2011


Etwas verspätet an dieser Stelle Neujahrsgrüße an alle, die mitlesen oder auch nicht.
Ich war an Silvester alleine, mit der nackten Kanone im Fernsehen, der verängstigten Katze unterm Sofa und meinem gedankenschweren Hirn, und ich hab nachgedacht, und während ich seine Musik gehört habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass er es nicht wert und es Zeit ist, die Sache dauerhaft zu Ende zu bringen.
Das er es nie wert war, das er es nie sein wird und ich einen Schlussstrich unter die Sache ziehen muss.
Alleine, weil sich der 30. so..angefühlt hat, fast schon magisch, und es irgendwie auch war, weil ich zur Abwechslung mal nichts falsch gemacht habe,oder nur wenig, weil es funktionieren könnte, endlich mal.
Weil mein ganzes Leben endlich funktionieren könnte, und ich somit die Suche nach dem Garantieschein aufgeben könnte.
Ob es einfach wird oder nicht kann ich nicht sagen,
Und vielleicht mach ich mir auch mal wieder falsche Hoffnungen, und alles wird einfach nur noch schlimmer, und vielleicht halte ich es dann endgültig nicht mehr aus, wer weiß. Aber einen Versuch ist es wert, und es ist kein dummer Neujahrsvorsatz, sondern eine überzeugte Entscheidung.
Weil ich es jetzt kann.
Und Herz, Verstand und Gefühlswelt sind sich völlig einig, zum ersten Mal in der seltsamen Geschichte meiner Person, was das Absolute des Ganzen ein Stück weit noch mehr unterstreicht.
Kommt wohl ziemlich viel Arbeit auf mich zu.
Ich saniere mein Leben, reiß das ganze marode Ding ab und baue ein neues auf und da wohn ich dann drin und dann passt das.
Vielleicht ist dann nicht alles gut, aber wenigstens ist es wieder sowas wie ein Leben. Ein gebrauchtes neues.
Du kennst mich, ich komm zurecht.
Befinde mich eventuell mal eine zeitlang am Boden, vielleicht auch ein paar Jahre lang, vielleicht auch 6 Jahre lang, aber irgendwann nichtmehr. Ich bin kein Stehaufmännchen, kein weiblicher Chuck Norris und auch nicht die feminine und weniger behaarte Version von Bud Spencer, ich bin ich.
Zu der Erkenntnis bin ich gekommen, schon lange, aber ich hab wieder eines der weggesprengten und überall verstreuten Stücke dieses "Ich"s gefunden, und langsam, aber sicher wird es.
Ich seh es nicht als Neujahrsvorsatz, Ich brauch keinen Jahreswechsel als Grund für einen Umschwung.
Ich brauch auch keine Vorsätze, die werden sowieso nie was.
Es sind Momente des Absoluten, in denen einem etwas klar wird, in denen man versteht. Sowas.
Oder in denen man spürt, dass etwas sich ändert, geändert hat, ändern wird.
Oder es diesmal klappt. Funktioniert.
Es genau in diesem Moment passiert.
Irgendwas.
Nicht magisch, nicht überirdisch, sondern einfach da, und zwar greifbar, und man fühlt, dass es da ist.
Ich weiß nicht,ob du es verstehst, was ich meine..
absolut ist das einzige Wort, das existiert, um es zu beschreiben..verzeih mir, wenn ich für dich einfach nur sinnfreien, unverständlichen Schwachsinn schreibe.

Wenn schon absolut, dann richtig, und vielleicht ist es eine Chance.
Vielleicht ist es auch ein Ende,oder ein Anfang, oder nichts von beidem, ein dummer Zufall, mehr nicht, und ich bin aus diesem Grund fertiger denn je, und eventuell an der Übergrenze angekommen, die man dann erreicht, wenn alle anderen freiwillig oder aber unfreiwillig und ohne logischen Grund überschritten wurden.
Aber vielleicht ist es auch..irgendwas Reales, oder eine Vorstufe davon.
Ich weiß es nicht.
Was auch immer es ist, es ist seit vorgestern hier.
Ich bin seid vorgestern hier. Kann es sagen und 1000prozentig dahinter stehen, weil es so ist, diesmal.

Ich hab abgeschlossen.
Womit? Mit ihm. Nach Jahren. Diesmal rede ich nicht von einem erneuten Versuch, es zu schaffen, sondern von dem Zustand, von der Tatsache, dass es so ist.
Irgendwann gestern war wieder das absolute Gefühl da, zusammen mit ein wenig Endzeit, und während ich so nachdachte und das hörte, was an die Stelle seines ehemals sehr sympathischen Musikgeschmacks getreten ist, und vor meinem inneren Auge das angepasste und gutaussehende Ding erschien, das an die Stelle seiner Person getreten ist, wars mir dann irgendwie klar.
Und ich bin geistig aufgestanden und hab das angeguckt, was ich aus den Resten meiner Person zusammenbasteln wollte, und das inmitten des Lebens, von dem ich dachte, ich hätte es erfolgreich aus Scherben zusammengeklebt, stand und ich habs kapiert.

Ich geh da raus und richte es.Das Leben/Mein Leben(?). Oder vielleicht auch nur mich, oder garnichts.
Keine Ahnung was, und keine Ahnung wie, und ob, und warum auch nur so halb.
Aber ich machs.
Weil ichs kann. Oder auch nicht, we will see.


Sehen Sie also demnächst in diesem Theater entweder mein absolutes Scheitern, oder auch nicht. Man weiß es nicht.




Samstag, 1. Januar 2011


Nervenzusammenbruch beim Kneipebetreten, zuhören, weil ich sowieso dauernd unterbrochen und übertönt werde und irgendwas zwischen Erleichterung und Enttäuschung, weil er mich beharrlich ignoriert. Zwischendurch ein Einsekundenblick, dem ich ausweiche, ja. 3 Jahre sind eben eine lange Zeit..
Gelegentlich ein verschleierter Blick und ein schlechter Anmachspruch von der Gruppe betrunkener Basketballer am Nebentisch, bis sich der Raum langsam leert und die meisten gehen.
Außer Mitsanitäterin, ihrem schrecklich anhänglichen, pädophil-stalkerhaft wirkenden Vater, mir und der alten Sache.
Der Vater sagt, ich sähe wieder umwerfend aus.
Alte Sache sagt, er müsse sich mal wieder die Haare kürzen lassen.
Ich sage, NEIN.
Mitsanitäterin sagt DOCH.
Ich sage, während ich meine verzweifelt langzüchte, erzählt sie alle zwei Wochen, dass sie ihre wieder mal kürzer säbeln muss.
Sie erwähnt, dass bei ihr der Nacken mal wieder ausrasiert werden muss.
Alte Sache sieht mich an und meint, dass er bei Frauen lange Haare schöner findet.
Ich sehe weg.
Alle bestellen Cappuccino, ich schwarzen Kaffee.
Alte Sache erzählt von der letzten Exfreundin, ich konzentriere mich ganz darauf, aus dem Papier meines Kaffebegleitkeks ein Boot zu falten.
Er sagt, er hängt natürlich den alten Zeiten mit der letzten Exfreundin nach, aber wenn ihm wieder die Richtige begegnet, wär er da ja schon bereit dafür.
Ich zermatsche mein Boot zu einer Kugel.
Er sagt, er geht auf Beatsteakskonzert.
Ich sage, scheiße da wollt ich auch hin.
Er sagt, er kann mich mitnehmen.
Mir fällt ein, dass ich kein Geld für Tickets und vermutlich eher weniger die väterliche Genehmigung zum Weggehen habe.
Irgendwann verlegen er und ich uns wieder aufs Zuhören, so wie immer, und Mitsanitäterin und ihr pädophil-stalkerhaft wirkender Vater aufs Reden und dumme Fragen stellen, so wie immer.
Später zur Abwechslung eine Frage von alter Sache an mich, ob er mich nicht letztens in der einzigen Absteige, in der man hier halbwegs gute Livebands hören kann, gesehen habe.
Von mir ein nein und der Hinweis auf meinen Vater. Er hakt nicht weiter nach, erzählt nur 5 Minuten später von den Problemen, die er mit der Mutter seiner Exfreundin hatte und das er sich das nicht mehr antun möchte.
Später eine halbsekündige Abschiedsumarmung, ein freundlicher Blick, das wars.
Im Auto weist Mitsanitäterin darauf hin, wie toll sie alte Sache findet, und Vater verkündet, dass er nichts gegen so einen Schwiegersohn hätte. Ich weise dezent auf den Alterunterschied hin. Was funktioniert, wenn es mir als Vorwurf an den Kopf geknallt wird, funktioniert da auch, schließlich ist sie eineinhalb Jahre jünger als ich und geht man davon aus, das bei mir sowas wie persönliche und eventuell sogar geistige Reife vorhanden ist, trennen uns Jahrzehnte.
Sie sagt, joa, der Altersunterschied ist tatsächlich da und ziemlich gravierend.
Ihr Vater meint, ach, Alterunterschiede werden überbewertet und versucht, mich über den Autospiegel anzustarren.

Später liege ich auf einer Luftmatratze im Zimmer meiner Mitsanitäterin, weil ich Angst hatte, auf dem selben Stockwerk wie ihr Vater zu schlafen, höre mir eineinhalb Stunden an, wie toll die alte Sache doch sei, und irgendwie tut das fast ein bisschen weh.
Soviel zu "ich bin darüber hinweg". Dabei hatte ich es dermaßen erfolgreich verdrängt.




Donnerstag, 30. Dezember 2010
Thema: monolog

(wieso sind Eminem und Rihanna mit ihrer Ohrvergewaltigung bei den verlinkten und ähnlichen Videos dabei?)
Scheiß auf die dauernden Akustikversionen, da bin ich wieder, in voller Montur und all das,egal. Wer hat mich vermisst, Hände hoch. Waaaas, niemand? Ach, ihr seid doch alle scheiße.
Ich habe mich in Zukunft mit der weiblichen Version meines Vaters, die er aufgegabelt und für sich gewonnen hat, rumzuschlagen(juhu, gleich zwei von der Sorte) und heute mit mindestens einem notgeilen Mitvierziger, vor dem ich berechtigte Angst hatte und darum definitiv Feuerzeug und Deospray in Reichweite halten werde,auch wenn ich schlafe. Eventuell ist meine Mitsanitäterin etwas überrascht, wenn ihr Vater verkohlt am Frühstückstisch sitzt, aber ein Diy-Flammenwerfer stellt immernoch eines der effektivsten Selbstverteidigungsmittel dar. Ein Brecheisen passt leider genauso wenig in meine Handtasche wie ein Baseballschläger, somit bleibt mir keine andere Wahl. Kreativität in jeder Situation.

Hausfrau sein ist Arbeit, manchmal aber filmreif, spätestens dann, wenn man/frau das Staubsaugen mit einer Einheit Cheerleading zu Rammstein oder Marylin Manson verbindet, was für Außenstehende, die die Musik, welche ja aus dem mp3-Player kommt, nicht oder nur sehr leise vernehmen, unter Umständen etwas eigenartig wirken könnte. Also seid gewarnt, meine ebenfalls tanzenden Mitverdammten.

Wenn schon nicht zu innerem Frieden, dann finde ich wenigstens zu meinem Musikgeschmack zurück, was generally very positive ist, denn mein Zustand ist immer auch ein wenig musikabhängig, und es gibt eben Songs, die eher weniger dazu geeignet sind, einem die Hirnwindungen freizuputzen. Zum Beispiel fast alle von mir geposteten der letzten Zeit.

Eigentlich wollte ich nur Bescheid sagen, Hallo da bin ich wieder, und verkünden, dass selbst mein Vater es geschafft hat, sowas wie eine Beziehung zu fabrizieren, und das so wie die Sache aussieht ganz ohne Betäubungsmitteleinsatz, und dass ich heute Abend vorm Weggehen oder morgen wenn ich wieder heimkomme einen "richtigen" Eintrag schreiben werde. Stay tuned, undso.